Ankertext in SEO – Bedeutung, Ranking-Einfluss & aktuelle Best Practices
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Der Ankertext ist der klickbare Linktext und liefert Suchmaschinen ein Signal zur thematischen Einordnung der Zielseite.
- ✓ Auch der umgebende Text eines Links hilft Google, den inhaltlichen Bezug der Verlinkung besser zu verstehen.
- ✓ Laut Rocket-Backlinks-Studie hatten Seiten auf Position 1–3 im Schnitt 2,5-mal mehr unterschiedliche Keyword-Ankertexte als schlechter platzierte Seiten.
- ✓ Als Faustregel sollten weniger als 30 Prozent der Ankertexte eines Linkprofils Keyword-Anker sein, um Abstrafungen zu vermeiden.
Ein Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Hyperlinks. Er gibt Nutzern Orientierung und liefert Suchmaschinen ein Signal zur thematischen Einordnung der Zielseite. Laut einer Studie von Rocket Backlinks hatten Seiten auf Position 1–3 im Schnitt 2,5-mal mehr unterschiedliche Keyword-Ankertexte als schlechter platzierte Seiten – auch der umgebende Text des Links zählt.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Ankertexte im Überblick
Relevanzsignal
Der Ankertext gibt Suchmaschinen Hinweise, worum es auf der verlinkten Seite geht, und unterstützt die semantische Einordnung und Relevanzbewertung.
Nutzerorientierung
Für Nutzer dient der Ankertext als Orientierung: Er verrät, worauf sie klicken und was sie auf der Zielseite erwartet.
Ranking-Einfluss
Besonders in wettbewerbsstarken Nischen zeigen sich deutliche Zusammenhänge zwischen dem Keyword-Anteil im Ankerprofil und den Google-Rankings.
Einführung: Was ist Ankertext – Grundlegendes Verständnis
Definition und Rolle des Ankertexts
Ein Ankertext (engl. anchor text) ist der sichtbare, klickbare Text eines Hyperlinks – sei es innerhalb derselben Website (interne Verlinkung) oder auf externen Seiten (Backlinks). Für Nutzer dient er als Orientierung: Er verrät, worauf sie klicken und was sie auf der Zielseite erwartet. Für Suchmaschinen wie Google liefert der Ankertext zusätzlich ein Signal zur thematischen Einordnung der Zielseite: Er gibt Hinweise, worum es auf der verlinkten Seite geht, und unterstützt so die semantische Einordnung und Relevanzbewertung einer Seite.

Kontextuelle Relevanz: Bedeutung des umgebenden Textes („surrounding context“)
Wichtig ist nicht nur der Ankertext selbst, sondern auch der umgebende Text („surrounding context“): Der Abschnitt vor und nach dem Link – also der thematische Zusammenhang – hilft Suchmaschinen zusätzlich, den inhaltlichen Bezug der Verlinkung besser zu verstehen. Ein Link, dessen Umgebung thematisch gut zur Zielseite passt, wirkt in der Regel natürlicher und relevanter als isolierte oder unpassende Verlinkungen.
Einfluss von Ankertext auf das Ranking – Erkenntnisse aus Rocket-Backlinks-Studie
Die Backlink-Studie von ROCKET BACKLINKS fand heraus, dass Ankertexte – trotz vieler Veränderungen im SEO-Umfeld – nach wie vor einen spürbaren Einfluss auf Google-Rankings haben. Besonders in wettbewerbsstarken Nischen zeigen sich deutliche Zusammenhänge zwischen dem Keyword-Anteil im Ankerprofil und Rankings. Konkret: Seiten auf Position 1–3 hatten im Schnitt 2,5× mehr unterschiedliche Keyword-Ankertexte (Short- und Long-Tail) als Seiten, die schlechter rankten.
Weiter zeigt die Studie: Bei Platz-1-Rankings enthielten über 80 % der Domains mindestens einen Keyword-Anker im Linkprofil.
Faustregel: Unter 30 % Keyword-Anker + ausgewogene DoFollow/NoFollow-Verteilung
ROCKET BACKLINKS empfiehlt, dass weniger als 30 % der Ankertexte eines Profils als Keyword-Anker gestaltet sein sollten, um ein „sicheres Level“ hinsichtlich möglicher Abstrafungen zu wahren. Außerdem wirken ein ausgewogenes Verhältnis von DoFollow- und NoFollow-Links unterstützend – beides zusammen korreliert in ihrer Auswertung mit stabil guten Rankings.
Allerdings warnen sie zugleich: Eine einfache Verteilung von DoFollow und NoFollow reicht nicht allein aus. Auch andere Faktoren wie thematische Relevanz, Linkposition, Linktext und Qualität der verlinkenden Seite spielen eine wichtige Rolle.
Aktuelle Best Practices & Fallstricke
Diversität & Natürlichkeit im Ankerprofil
- Vermeide Überoptimierung durch exzessive Wiederholung derselben exakten Keyword-Anker — das wirkt schnell künstlich und manipulativ.
- Stattdessen: Nutze eine Mischung unterschiedlicher Ankertext-Typen:
- Branded Anker (Marken- oder Domainname)
- Long-Tail- oder Partial-Match-Anker (variantenreich, thematisch passend)
- Generische Anker oder CTA-Phrasen („hier lesen“, „mehr erfahren“, …)
- Naked-URL-Anker (die URL selbst) oder Kombinationen
Solch eine Diversität signalisiert Natürlichkeit und reduziert das Risiko, dass Google Linkaufbau als manipulierend interpretiert.
Nutzerorientierung & Kontext
- Der Ankertext sollte klar vermitteln, was Nutzer auf der Zielseite erwartet — sowohl für Leser als auch für Suchmaschine. Kaum etwas ist kontraproduktiver, als wenn der Link irreführend ist oder der Anker nichts mit dem Ziel zu tun hat.
- Der Text direkt vor und nach dem Link sollte inhaltlich passen und thematisch stimmig sein — also echten Kontext liefern. Damit verstärkst du die Relevanz und Glaubwürdigkeit der Verlinkung.
Auditing & Profil-Management
- Nutze SEO-Tools wie Ahrefs, SEMrush oder SE Ranking, um dein Ankerprofil regelmäßig zu analysieren: Verteilung, Häufigkeit von exakten Keyword-Ankern, Verhältnis DoFollow/NoFollow etc. ausgewogen zu halten. Viele SEO-Expert:innen empfehlen solche Audits, um Überoptimierung frühzeitig zu entdecken.
- Stellen sich unnatürliche Muster heraus (z. B. zu viele exakte Anker oder stark unausgewogenes Linkprofil), kann es sinnvoll sein, mit den verlinkenden Seiten zu sprechen — oder im Extremfall Links mit der Funktion Disavow zu entwerten. Damit schützt du deine Seite vor möglichen negativen Rankingfolgen.
So gehen Sie vor
Ankerprofil analysieren
Verschaffen Sie sich einen Überblick über die vorhandenen Ankertexte Ihrer internen Links und Backlinks und prüfen Sie, wie hoch der Keyword-Anteil im Profil ist.
Diversität herstellen
Setzen Sie auf eine natürliche Mischung unterschiedlicher Ankertexte, darunter Short- und Long-Tail-Keyword-Anker, statt immer dieselbe Formulierung zu verwenden.
Kontext prüfen
Achten Sie darauf, dass der umgebende Text thematisch zur Zielseite passt, denn der surrounding context hilft Suchmaschinen bei der inhaltlichen Einordnung der Verlinkung.
Regelmäßig auditieren
Kontrollieren Sie Ihr Ankerprofil in regelmäßigen Abständen und steuern Sie über das Profil-Management nach, um Natürlichkeit und Nutzerorientierung zu wahren.
Praktische Hinweise für interne vs. externe Links
- Interne Verlinkung: Hier kann eine stärkere Fokussierung auf Keyword-Relevanz sinnvoll sein — um thematische Cluster aufzubauen und Seiten thematisch zu verbinden. Aber auch hier gilt: Zu viele identische Anker vermeiden, Vielfalt und Lesbarkeit beibehalten.
- Externe Backlinks: Hier empfiehlt sich ein möglichst vielfältiges, natürliches und marken-/zielorientiertes Profil. Das wirkt organisch — und minimiert das Risiko einer Manipulationssignalwirkung.
Ankertext-Checkliste
✓ Ankertext beschreibt klar, was auf der Zielseite zu erwarten ist
✓ Mischung aus unterschiedlichen Short- und Long-Tail-Keyword-Ankern
✓ Umgebender Text passt thematisch zur Zielseite
✓ Diversität und Natürlichkeit im Ankerprofil sicherstellen
✓ Ankerprofil regelmäßig auditieren
✓ Interne und externe Links unterschiedlich behandeln
Nutzerstimmen & Erfahrungswissen (aus der SEO-Community)
Aus Foren und SEO-Communities kursieren teils unterschiedliche Einschätzungen. Ein Nutzer schreibt etwa:
„Changing anchor text frequently can potentially affect your rankings, especially if done aggressively.“
Andere betonen, dass ein natürlicher Mix wichtig sei:
„A broad mix of anchor text (both on money terms and other terms) and naked links is preferred.“
Einige wiederum sehen externe Ankertexte skeptisch — zumindest dann, wenn sie zu stark optimiert wirken.
Diese Berichte zeigen: In der Praxis wird viel ausprobiert — und was für die eine Seite funktioniert, kann für eine andere riskant sein. Grundsatz: immer mit Bedacht und Monitoring vorgehen.
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Fazit & Handlungsempfehlungen
- Ankertext ist weiterhin relevant — sowohl für Ranking als auch für Nutzerverständnis. Die Studie von ROCKET BACKLINKS bestätigt, dass Ankertexte in vielen Fällen einen signifikanten Einfluss auf Top-Rankings haben.
- Diversität und natürliche Verteilung sind Pflicht — sowohl intern als auch extern. Ein zu hoher Anteil identischer Keyword-Anker kann als Überoptimierung gewertet werden.
- Audit regelmäßig: Verwende professionelle Tools wie Ahrefs, SEMrush oder SE Ranking, um dein Ankerprofil zu überwachen — und gegebenenfalls nachzujustieren.
- Nutzerorientierter Ansatz über Quantität: Ankertexte sollten den Inhalt der Zielseite klar vermitteln, im Kontext passen und für Nutzer verständlich sein. Das zahlt sich langfristig aus — nicht nur für Google, sondern auch für User Experience.

Quellen
- Rocket Backlinks: Backlinks in SEO-Landschaft
- Rocket Backlinks: NoFollow vs. DoFollow
- Rocket Backlinks: Backlink-Studie
- T-Ranks: Types of Anchor Text
- Rankability: Backlink Anchor Text
Häufige Fragen
Was ist ein Ankertext?
Ein Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Hyperlinks – bei internen Verlinkungen ebenso wie bei Backlinks. Er zeigt Nutzern, was sie auf der Zielseite erwartet, und liefert Suchmaschinen ein Signal zur thematischen Einordnung der verlinkten Seite.
Beeinflussen Ankertexte das Google-Ranking?
Ja, die Backlink-Studie von Rocket Backlinks zeigt, dass Ankertexte nach wie vor einen spürbaren Einfluss auf Google-Rankings haben. Seiten auf Position 1–3 hatten im Schnitt 2,5-mal mehr unterschiedliche Keyword-Ankertexte als schlechter platzierte Seiten.
Warum ist der umgebende Text eines Links wichtig?
Der Abschnitt vor und nach dem Link hilft Suchmaschinen, den inhaltlichen Bezug der Verlinkung besser zu verstehen. Ein Link, dessen Umgebung thematisch zur Zielseite passt, wirkt natürlicher und relevanter als isolierte oder unpassende Verlinkungen.
Jakob Friesen ist Chief Customer Officer der ROCKET BACKLINKS GmbH und begleitet Kunden von der ersten Analyse bis zur laufenden Betreuung. Er schreibt über SEO, Linkbuilding und KI-Sichtbarkeit.
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