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Ratgeber 10 Min. Lesezeit

Google Updates – alle Veränderungen seit 2009 im Überblick.

Die Google Updates von 2009 bis 2022 reichen von Panda, Penguin und Hummingbird über RankBrain und BERT bis zu Core Updates, die die Suchergebnisse stark beeinflusst und SEO-Strategien kontinuierlich angepasst haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Google Update ändert den Algorithmus selbst, ein Data Refresh aktualisiert dagegen nur die Datenbasis.
  • Laut Google-Mitarbeiter Danny Sullivan wurden allein 2018 rund 3.200 Änderungen am Algorithmus vorgenommen.
  • Wichtige Updates wie Panda, Penguin, Hummingbird, RankBrain und BERT haben SEO-Strategien immer wieder verändert.
  • Die meisten Änderungen fallen Normalnutzern kaum auf; berichtet wird in der Regel nur über größere Updates.

Wer sich das Erscheinungsbild von Google heute ansieht und es mit jenem von vor zehn Jahren vergleicht, wird wahrscheinlich schon auf den ersten Blick ein paar Veränderungen bemerken. Denn die Suchmaschine hat nach außen hin ihr Gesicht ein wenig verändert, vor allem in ihrem Inneren hat sie sich aber enorm weiterentwickelt.

Google hat sich zum Ziel gesetzt, für seine User das jeweils bestmögliche Suchergebnis zu liefern. Dazu ist es aber auch erforderlich, in regelmäßigen Abständen Updates durchzuführen. Doch welche Arten von Updates gibt es eigentlich und welche haben dabei in den letzten Jahren für die grundlegendsten Veränderungen gesorgt? Die Antworten darauf gibt es hier.

Welche Google Updates gab es seit 2009?

Google verändert seine Suche laufend – allein 2018 gab es nach Konzernangaben rund 3.200 Änderungen am Algorithmus. Neben fast täglichen kleinen Anpassungen prägten große Updates wie Panda, Penguin, Hummingbird, RankBrain und BERT die Suchergebnisse; von echten Algorithmus-Updates zu unterscheiden ist der Data Refresh, der nur die Datenbasis aktualisiert.

Welche Arten von Google Updates gibt es?

Wie oft Google ein Update durchführt, ist ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Manchmal lassen sich aber Mitarbeiter des Konzerns doch zu entsprechenden Angaben hinreißen. So gab beispielsweise Danny Sullivan an, dass im Jahr 2018 rund 3.200 Änderungen am Algorithmus vorgenommen wurden. Andere Mitarbeiter berichten hingegen von rund 600 kleinerer Änderungen, die durchschnittlich pro Jahr an der Suchmaschine vorgenommen werden.

Die verschiedenen Angaben dürften in erster Linie auf unterschiedliche Begriffsdefinitionen zurückzuführen sein. Denn oftmals werden die Begriffe „Google Update“ und „Data Refresh“ in denselben Topf geworfen. Doch während es sich bei einem Google Update laut Definition um eine tatsächliche Änderung des Google Algorithmus handelt, wird bei einem Data Refresh nur die Datenbasis aktualisiert. Deshalb haben die Updates auch eine wesentlich größere Auswirkung als ein Refresh.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei allerdings um Modifikationen, die dem „Normalverbraucher“ kaum auffallen. In den Medien ist in der Regel nur dann von den Updates zu lesen, wenn diese etwas umfangreicher ausfallen. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Arten von Updates unterschieden werden:
An erster Stelle stehen dabei die regelmäßigen und wiederkehrenden Updates, die vor allem dazu dienen sollen, die Suchergebnisse der User zu verbessern. Diese finden zwar auch nahezu täglich statt, berichtet wird darüber jedoch nur bei größeren Veränderungen.
Manchmal ist Google auch aus rechtlichen Gründen dazu gezwungen, entsprechende Veränderungen am Algorithmus vorzunehmen. Das war zum Beispiel im Jahr 2018 der Fall, als die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) in Kraft getreten ist.
Oftmals handelt es sich bei den Updates auch einfach um eine Anpassung im technischen Bereich, um beispielsweise die Ladegeschwindigkeit der Seite zu erhöhen oder die Darstellung auf mobilen Geräten zu verbessern. Auch die SSL-Zertifikate haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle gespielt, da sie im Laufe der Zeit zu einem integralen Bestandteil der Websicherheit geworden sind.
Eine Vielzahl der Updates wird durchgeführt, um schwarzen Schafen Manipulationen in den Suchergebnissen so schwer wie möglich zu machen. Immer, wenn die Betreiber einen sogenannten Black Hat SEO Trick erkennen, der darauf abzielt, einem bestimmten Link innerhalb kürzester Zeit Linkpopularität zu verschaffen, wird eingegriffen. Der Algorithmus ist so im Laufe der Jahre immer besser darin geworden, Duplicate Content und Linkspamming eindeutig zu identifizieren. Vor allem das Panda Update und das Penguin Update haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle gespielt.

Google Updates im Überblick

Algorithmus-Updates

Echte Updates verändern den Google-Algorithmus – allein 2018 gab es laut Danny Sullivan rund 3.200 Änderungen.

Data Refresh

Beim Data Refresh wird nur die Datenbasis aktualisiert – die Auswirkungen sind deutlich geringer als bei echten Updates.

Prägende Meilensteine

Panda, Penguin, Hummingbird, RankBrain, BERT und die Core Updates haben die Suchergebnisse und SEO-Strategien nachhaltig verändert.

Was waren die wichtigsten Updates der letzten Jahre?

Einige der wichtigsten Google Updates werden auch immer wieder in entsprechenden Artikeln und Interviews erwähnt. Deshalb ist es wichtig, diese zumindest namentlich zu kennen und zu wissen, welche entscheidenden Veränderungen damit einhergingen. Hier sind die wichtigsten Updates von Google seit dem Jahr 2011 absteigend in chronologischer Reihenfolge:
Wir haben einen ausführlichen Beitrag zum Thema Google Freshness Update erstellt.

So gehen Sie vor

1

Update-Arten kennen

Unterscheiden Sie regelmäßige, wiederkehrende Updates zur Verbesserung der Suchergebnisse von reinen Data Refreshs, bei denen nur die Datenbasis aktualisiert wird.

2

Entwicklung verfolgen

Behalten Sie im Blick, welche größeren Updates – von Panda über Penguin bis zu den Core Updates – ausgerollt werden, denn über diese wird in den Medien berichtet.

3

Eigene Rankings prüfen

Beobachten Sie nach einem Update die Auswirkungen auf Ihre Webseite, um rechtzeitig reagieren zu können.

4

Strategie anpassen

Richten Sie Ihre SEO-Maßnahmen konsequent daran aus, dass Google seinen Usern das jeweils bestmögliche Suchergebnis liefern will.

Was können Webseiten-Inhaber und Webmaster bei einem Google Update machen?

Google Updates sind schon seit Einführung der Suchmaschine ein wichtiges Thema, das vor allem bei den Betroffenen sehr stark polarisiert. Dazu ist es wichtig, auch den historischen Hintergrund ein wenig zu kennen und zu verstehen:
Rund zwei Jahre nach der Gründung erfanden die Betreiber den sogenannten PageRank. Dieser hatte die Aufgabe, die Qualität von Webseiten zu analysieren. Dieser war daraufhin auch in der Google Toolbar ersichtlich. Gedacht war das als Hilfe für die User, damit diese nachvollziehen können, ob eine Seite vertrauenswürdig ist und qualitativ hochwertige Inhalte bietet.

Diese Einführung war gleichzeitig auch die Geburtsstunde der SEO-Szene. Denn viele Experten begannen daraufhin, sich mit den Faktoren auseinanderzusetzen, die bei Google für einen guten PageRank verantwortlich sind. Daraufhin entwickelten sie entsprechende Maßnahmen, die den PageRank erhöhten. Diese beschränkten sich in den Anfangsjahren vor allem darauf, die Lücken des Systems auszunützen und Bugs zum eigenen Vorteil zu verwenden. Lange Zeit war deshalb beispielsweise Keyword Stuffing eine beliebte Methode, um den PageRank zu verbessern. Die Ergebnisse davon finden sich auch heute noch im Web in Form von nahezu unlesbaren Inhalten.

Für die Offpage-Optimierung sorgten hingegen vor allem Links in Linknetzwerken, die ausschließlich den Zweck hatten, den PageRank zu verbessern. Heutzutage ist der Einsatz dieser Netzwerke im Rahmen von SEO ein absolutes „NoGo“ und wird von Google auch mit entsprechend harten Strafen geahndet, weil es sich dabei um einen Verstoß gegen die Google Richtlinien handelt.

Der PageRank wird zwar schon seit langer Zeit nicht mehr bei Google angezeigt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er im Algorithmus keine Rolle mehr spielt. Im Jahr 2017 bestätigte das auch Google Mitarbeiter Gary Illyes bei einem entsprechenden Twitter-Eintrag. Gleichzeitig gab er aber auch an, dass Hunderte von anderen Signalen für das Ranking verantwortlich sind.

Schön und gut, doch was bedeutet das jetzt für Webseiten-Betreiber und Webmaster im Falle eines Google Updates? Ist in den Medien von einem Update zu lesen, sollte auf alle Fälle ein entsprechender Check der eigenen Webseite und der Änderungen in den Suchergebnissen durchgeführt werden:
Grundsätzlich gilt: Wer zum einen die vorgegebenen Spielregeln von Google einhält und sich zum anderen darauf konzentriert, qualitativ hochwertige Inhalte zu bieten, muss nicht befürchten, in den Google-Rankings in die Bedeutungslosigkeit abzustürzen.

Im Fachjargon ist in diesem Zusammenhang immer wieder von E-A-T die Rede. Das steht als Abkürzung für die englischen Begriffe Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um die Vorgaben, nach denen Evaluatoren die Sachkompetenz und die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite beurteilen.

Die Einhaltung der E-A-T-Vorgaben ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass man sich deshalb zurücklehnen und gleich gar nicht auf Updates reagieren sollte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, sich eine gute Strategie zu überlegen, in der die Änderungen entsprechende Berücksichtigung finden.

Google-Update-Checkliste

Zwischen echtem Update und Data Refresh unterscheiden

Ranking-Veränderungen der eigenen Seite beobachten

Berichte zu größeren Updates verfolgen

Auf das bestmögliche Suchergebnis für Nutzer hinarbeiten

SEO-Strategie nach Updates kontinuierlich anpassen

FAQ: Fragen und Antworten zum Thema Google Updates

Google hat die Intention, seinen Kunden stets das bestmögliche Suchergebnis bei einer entsprechenden Anfrage zu liefern.

Da zum einen die technische Entwicklung im Internet zügig vorangeht und zum anderen schwarze Schafe immer wieder versuchen, Bugs und Sicherheitslücken zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen, muss der Suchalgorithmus regelmäßig weiterentwickelt und an neue Ideen und Gegebenheiten angepasst werden.

Google hat beispielsweise auf die verstärkte Nutzung des Internets auf mobilen Geräten reagiert und im Rahmen der Strategie „Mobile First“ den Algorithmus so umgestaltet, dass dabei die Darstellung der Inhalte auf mobilen Geräten eine enorm wichtige Rolle spielt.
Der Begriff „Core Update“ wird von Google verwendet, wenn eine grundlegende Veränderung eingeführt wird. Im Gegensatz zu anderen Updates werden die Core Updates von Google zumeist schon im Vorfeld groß angekündigt.
Danny Sullivan gilt als einer der renommiertesten Experten zum Thema SEO. Er hat knapp zwei Jahrzehnte lang das Portal Search Engine Land betrieben, das ausführlich über die Entwicklungen der SEO-Branche berichtet.

Damit nicht genug ist Sullivan seit dem Jahr 2017 in beratender Funktion für Google tätig. Laut seiner Auskunft sollen die Updates vom Unternehmen immer dann angekündigt werden, wenn sie eine spürbare Auswirkung haben. Die Sache hat allerdings einen entscheidenden Haken: „Spürbar“ wurde in diesem Zusammenhang nicht näher definiert und obliegt deshalb immer der subjektiven Bewertung des Konzerns.

Anders ausgedrückt: Grundsätzlich werden Google Updates angekündigt, davon ausgegangen kann allerdings nicht werden. Bei den angeblich 600 Updates pro Jahr erhält wohl nur ein sehr geringer Prozentsatz den Status „spürbar“.
Updates werden von Google automatisch in den Algorithmus eingespielt. Dabei ist es unerheblich, ob die Suchanfragen nach einem Update beispielsweise auf einem Desktop-PC, einem Tablet oder einem Smartphone durchgeführt werden.

Bei vielen mobilen Geräten aktualisiert sich allerdings Google Chrome nicht automatisch. Das hat zwar keine Auswirkungen auf die Veränderungen im Algorithmus von Google, doch möglicherweise werden dadurch ein paar wichtige Änderungen nicht wirksam, die vor allem die Sicherheit betreffen.

Um Google Chrome zu aktualisieren, sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Play Store App öffnen
  • Auf das Profilsymbol (rechts oben) klicken
  • „Apps und Geräte verwalten“ auswählen
  • Unter „Updates verfügbar“ nach Chrome suchen
  • Neben Chrome auf „Aktualisieren“ klicken

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Eines kann man den Betreibern der erfolgreichsten Suchmaschine der Welt jedenfalls nicht vorwerfen: Tatenlosigkeit. Sie ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und entwickeln ihr Produkt regelmäßig weiter, um sich ihren Vorsprung vor der Konkurrenz nicht nur zu bewahren, sondern diesen sogar noch weiter auszubauen.

Dass das nicht immer im Sinne aller ist, lässt sich wohl kaum vermeiden. Doch grundsätzlich geht es Google nicht darum, irgendeine bestimmte Zielgruppe zu bevorzugen oder auszuschließen, sondern einfach, die allgemeine Qualität zu erhöhen und den Erfolg von unlauteren Methoden weitestgehend unmöglich zu machen.

Selbstverständlich handelt Google dabei auch im eigenen Interesse. Das ist dem Konzern kaum vorzuwerfen. Denn je besser die Suchergebnisse bei Google sind, desto häufiger wird die Suchmaschine auch von Kunden verwendet. Und desto höher sind auch die Werbeeinnahmen, die sich damit erzielen lassen.

Insgesamt handelt es sich dabei also um eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Wer bei Google sucht, der findet. Wer Informationen bietet, wird gefunden. Und wer die Plattform dafür zur Verfügung stellt, wird reich. Das nächste Update kommt bestimmt.

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Häufige Fragen

Wie oft führt Google Updates durch?

Die genaue Frequenz ist ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Danny Sullivan gab an, dass im Jahr 2018 rund 3.200 Änderungen am Algorithmus vorgenommen wurden, andere Mitarbeiter berichten von rund 600 kleineren Änderungen pro Jahr.

Was ist der Unterschied zwischen einem Google Update und einem Data Refresh?

Ein Google Update ist eine tatsächliche Änderung des Google-Algorithmus, während bei einem Data Refresh nur die Datenbasis aktualisiert wird. Updates haben deshalb eine wesentlich größere Auswirkung.

Welche waren die wichtigsten Google Updates?

Zu den prägenden Updates seit 2009 zählen Panda, Penguin und Hummingbird sowie RankBrain, BERT und die Core Updates, die die Suchergebnisse stark beeinflusst und SEO-Strategien kontinuierlich verändert haben.

Jakob Friesen
Über den Autor
Jakob Friesen

Jakob Friesen ist Chief Customer Officer der ROCKET BACKLINKS GmbH und begleitet Kunden von der ersten Analyse bis zur laufenden Betreuung. Er schreibt über SEO, Linkbuilding und KI-Sichtbarkeit.

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