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Ratgeber 12 Min. Lesezeit

Die wichtigsten Weiterleitungen und was zu beachten ist

Die wichtigsten Weiterleitungen, insbesondere 301 und 302, spielen eine zentrale Rolle für SEO und Nutzerführung, wobei auf korrekte Implementierung geachtet werden muss, um Rankingverluste, Duplicate Content und Crawling-Probleme zu vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Weiterleitungen führen Nutzer und Suchmaschinen zu neuen URLs und sind bei Umzügen und Relaunches unverzichtbar.
  • Die 301-Weiterleitung leitet dauerhaft um, etwa bei der Umstellung einer Website von HTTP auf HTTPS.
  • Redirects beseitigen tote Links, vermeiden Duplicate Content und leiten auf die richtige Sprachversion um.
  • Falsch implementierte Weiterleitungen riskieren Rankingverluste und Crawling-Probleme bei Suchmaschinen.

Eine Weiterleitung erfüllt eine wichtige Funktion, weil sie die Nutzer entweder informiert oder zu einer neuen URL führt. Auch aus der Suchmaschinenoptimierung sind Weiterleitungen kaum wegzudenken. Vor allem bei Website-Umzügen und vorübergehenden oder dauerhaften URL-Änderungen vereinfachen sie es den Suchmaschinen-Algorithmen, die richtigen Inhalte zu finden und die Website zu crawlen.

Welche Weiterleitungen gibt es und wofür braucht man sie?

Weiterleitungen (Redirects) führen Nutzer und Suchmaschinen automatisch zu einer neuen URL. Die wichtigste ist die 301-Weiterleitung für dauerhafte Umzüge, etwa beim Wechsel von HTTP auf HTTPS oder bei einem Relaunch. Richtig eingesetzt beseitigen Redirects tote Links, vermeiden Duplicate Content und sichern die SEO-Performance – Fehler bei der Umsetzung kosten dagegen Rankings.

Sinn von Weiterleitungen für SEO und Nutzer

Weiterleitungen (auch „Redirections“ oder „Redirects“) beeinflussen das Nutzererlebnis und die SEO-Performance. Je nach Art der Weiterleitung unterscheiden sich die Funktionen. Bei Website-Umzügen kommen beispielsweise 301-Weiterleitungen zum Einsatz. Sie haben die Aufgabe, Nutzer und Suchmaschinen dauerhaft auf eine andere URL weiterzuleiten. Ein Beispiel erklärt diese Funktion:

Ein Seitenbetreiber möchte aus Gründen der Sicherheit das Protokoll seiner Website ändern. „https“ hat gegenüber „http“ als Protokoll diverse Vorzüge. Einerseits beeinflusst das HTTPS-Zertifikat das Ranking in den Suchmaschinen positiv, andererseits bekommen die Nutzer die Website als „sicher“ eingeblendet. Tatsache ist aber, dass die Nutzer bisher nur die HTTP-Version der Website kennen und die Website über die HTTP-URLs zu erreichen versuchen. So verpufft der Effekt der Umstellung auf ein anderes Zertifikat. Deswegen richtet der Seitenbetreiber unter den HTTP-URLs eine 301-Weiterleitung ein. Diese Weiterleitung bringt Nutzer und Suchmaschinen automatisiert von der HTTP-URL zur HTTPS-URL.

Die 301-Weiterleitung als die wichtigste Redirection ist bei Umzügen, Relaunches der Website, Änderungen der URLs und Ähnlichem eine wichtige SEO-Maßnahme. Ebenso gibt es aber auch andere Weiterleitungen, die ihren Nutzen erfüllen. Insgesamt zeigt sich der potenzielle Nutzen von Weiterleitungen für SEO und Nutzer wie folgt:

  • Beseitigung toter Links für besseres Nutzererlebnis und bessere SEO
  • Verhinderung toter Links
  • Vermeidung von Duplicate Content
  • Hinweis auf eine Serverwartung, um das Nutzererlebnis zu optimieren
  • Umleitung von Tracking-Links auf eigentliche Zielseite (beim Affiliate-Marketing)
  • automatisierte Umstellung der Website auf die richtige Sprachversion

Diese Einsatzbereiche für Weiterleitungen werden im Folgenden näher thematisiert, wenn die Arten von Weiterleitungen genauer vorgestellt werden. Trotz des Nutzens sei schon zu Beginn der wichtigste Punkt hervorgehoben: Während Weiterleitungen für User oft unbemerkt bleiben und ihren Nutzen ausschließlich positiv entfalten, ist die Sachlage für die Crawler von Suchmaschinen ganz anders…

In unserem Beitrag über Seitenstrukturen sind wir u. a. auf die Crawling-Tiefe eingegangen. Hier nochmals in Kürze: Die Crawler von Suchmaschinen crawlen die Ausgangswebseite und zusätzlich die auf dieser Seite verlinkten anderen Webseiten. Es gilt, dass die Crawling-Tiefe umso besser ist und umso mehr gecrawlt wird, je weniger Zwischenschritte die Crawler einlegen müssen. Das Problem bei Weiterleitungen ist, dass sie für die Crawler ein zusätzlicher Schritt sind. Folglich wird die Crawling-Tiefe negativ beeinflusst. Daher gilt, dass jede Weiterleitung nur dann zum Einsatz kommen sollte, wenn sie wirklich notwendig ist. Zu vermeiden sind insbesondere die Weiterleitungsketten, weil sie den Crawlern noch mehr Arbeit bereiten.

Weiterleitungen im Überblick

301 als wichtigste Redirection

Die dauerhafte Weiterleitung ist bei Umzügen, Relaunches und URL-Änderungen eine wichtige SEO-Maßnahme für Nutzer und Suchmaschinen.

HTTPS-Umstellung

Das HTTPS-Zertifikat beeinflusst das Ranking positiv und zeigt Nutzern die Website als „sicher“ an – Redirects führen sie von den alten HTTP-URLs dorthin.

Saubere Nutzerführung

Weiterleitungen beseitigen tote Links, vermeiden Duplicate Content und verbessern so Nutzererlebnis und SEO-Performance.

Kurzer Überblick aller Weiterleitungen

Weiterleitungen lassen sich anhand mehrerer Parameter unterscheiden. Eine Unterteilung wäre beispielsweise in einen serverseitigen Redirect und ein clientseitiger Redirect. Empfohlen werden stets serverseitige Redirects. Hierbei wird ein Befehl zur Weiterleitung auf dem Server in der htaccess-Datei hinterlegt. Der Vorteil davon sind günstigere Auswirkungen auf die SEO als bei clientseitigen Weiterleitungen. Wie die verschiedenen Weiterleitungen durchgeführt werden, kommt noch zum Anklang.

Zunächst unterteilen wir in unserem Überblick jedoch in a) vorübergehende und b) dauerhafte Weiterleitungen. So fällt es leichter, ein Verständnis von den einzelnen Arten von Weiterleitungen, deren Funktion und deren Einsatz zu gewinnen.

Art

Einsatz

Funktion

302-Weiterleitung bei zeitlich begrenzten URL-Änderungen
  • leitet zu einer anderen URL um
  • sollte aufgrund der SEO-Auswirkungen nur dann zum Einsatz kommen, wenn die URL-Änderungen zeitlich begrenzt sind
Weiterleitungen-302
303-Weiterleitung siehe: 302-Weiterleitung
  • siehe: 302-Weiterleitungm
  • Unterschied: anfragender Client soll einen anderen Speicherort aufrufen; kommt z. B. bei Geotargeting und A-/B-Tests zum Einsatz
Weiterleitungen-303
307-Weiterleitung siehe: 302-Weiterleitung
  • siehe: 302-Weiterleitung
  • Unterschied: Weiterentwicklung der 302-Weiterleitung, bei der jedoch der genutzte Server im Gegensatz zur 302-Redirect kompatibel mit „http 1.1“ sein muss
Weiterleitungen-307

Die vorübergehende Weiterleitung 302 ist die am einfachsten einzusetzende. 303 und 307 erfordern bereits mehr technische Kenntnisse und größeres Know-how. Personen, die sich bei Begriffen wie GET- und POST-Requests unsicher sind, wird von vornherein empfohlen, die 302-Weiterleitung anzuwenden.
Die 410-Weiterleitung dient dazu, dauerhaft entfernte Webseiten entsprechend zu kennzeichnen. Für die Suchmaschinen-Algorithmen ist diese Maßnahme irrelevant. Man könnte also die Webseite auch einfach löschen. Allerdings ist die 410-Weiterleitung unter Umständen für die Nutzer wichtig und beeinflusst deswegen über das Nutzererlebnis die Suchmaschinenoptimierung. Man nehme beispielsweise an, dass sich unter einer URL zuvor ein wichtiger Inhalt befand, der nun gelöscht ist. Die Nutzer würden sich fragen, wo der Inhalt abgeblieben ist. Um sie aufzuklären, wird eine 410-Weiterleitung gesetzt.
Neben einer 410-Weiterleitung könnte auch eine 404-Weiterleitung verwendet werden. Der Vorteil bei der 410-Redirect ist im Vergleich zur 404, dass die Suchmaschinen die Webseite schneller aus dem Index nehmen. Daher macht eine 410-Weiterleitung immer dann Sinn, wenn es wichtig ist, Nutzer über dauerhaft entfernte Webseiten zu informieren.

Art

Einsatz

Funktion

301-Weiterleitung bei dauerhaften URL-Änderungen
  • leitet dauerhaft zu einer anderen URL um
  • kommt bei Website-Umzügen, Relaunches und dauerhaften Änderungen von URLs zum Einsatz
Weiterleitungen-301
303-Weiterleitung siehe: 302-Weiterleitung
  • siehe: 302-Weiterleitungm
  • Unterschied: anfragender Client soll einen anderen Speicherort aufrufen; kommt z. B. bei Geotargeting und A-/B-Tests zum Einsatz
Weiterleitungen-303
308-Weiterleitung bei dauerhaften URL-Änderungen
  • siehe: 301-Weiterleitung
  • Unterschied: Anfragemethode darf nicht von POST auf GET wechseln
Weiterleitungen-308
404-Weiterleitung bei nichtexistierenden URLs
  • wird angezeigt, wenn eine Webseite nicht mehr existiert
  • sorgt mit der Zeit dafür, dass die Webseite aus dem Index genommen wird
  • es etablieren sich keine 404-Fehler, die auf die SEO negative Auswirkungen haben
Weiterleitungen-404
410-Weiterleitung Webseite wurde dauerhaft entfernt
  • weist Nutzer darauf hin, dass eine zuvor existierende Webseite dauerhaft entfernt wurde
  • weil die Webseite von den Suchmaschinen relativ schnell aus dem Index genommen wird, ist es eine vorübergehende Weiterleitung
  • Suchmaschinen nehmen die Webseite schneller aus dem Index als bei der Alternative 404-Weiterleitung (siehe: dauerhafte Weiterleitungen)
Weiterleitungen-410

In Bezug auf SEO sind die 301- und 404-Weiterleitung die meistgenutzten. Das Beispiel zu Beginn des Beitrags erklärt bereits, dass eine 301-Redirect dazu dient, dauerhaft von einer URL zur anderen weiterzuleiten. Die Weiterleitungen sind bei Änderungen der URL notwendig, aber beeinflussen die Crawling-Tiefe negativ.
Ein weiterer Maßstab, um die Auswirkungen einer 301-Redirect auf die Suchmaschinenoptimierung zu beurteilen, ist der PageRank. Der PageRank ist ein Verfahren, dass es ermöglicht, Webseiten anhand ihrer eingehenden Verlinkungen zu bewerten. Lange Zeit war es der Fall, dass bei 30x-Weiterleitungen PageRank verloren ging. Google-Experte Matt Cutts äußerte sich 2013 in einem Video diesbezüglich, indem er sagte, dass über ein 30x-Redirect genauso viel PageRank verloren ginge, wie bei jedem anderen gesetzten Link:

Damals bedeutete dies, dass die Seite, auf die umgeleitet wurde, weniger Power als die ursprüngliche Seite hatte. 2016 jedoch änderte sich die Faktenlage, wie einer Stellungnahme von Gary Illyes von Google zu entnehmen ist. Auf Twitter verkündete er: „30x-Weiterleitungen verlieren keinen PageRank mehr.“ Demnach dürfen 30x-Weiterleitungen ohne Besorgnis um den PageRank eingesetzt werden.

Beim Einsatz von 301-Weiterleitungen können trotzdem bestimmte Fehler auftreten, die sich auf SEO negativ auswirken. Folgende Aspekte sind daher zu beachten:

  • 301-Weiterleitungen sollten nicht in der Sitemap auftauchen, weil es unnötig Crawl-Budget kostet.
  • Umleitungsketten mit mehreren Redirects sollten maximal 4 Weiterleitungen enthalten.
  • Vor allem sind Umleitungsschleifen zu beheben! Diese können die betroffene Webseite nicht funktionsfähig machen. Sie treten ein, wenn innerhalb einer Kette an Weiterleitungen zwischen den URLs in der Kette zurückverwiesen wird.
  • Umleitungen, die auf eine tote Seite (z. B. 404-Seite) weiterleiten, sollten gelöscht werden.

Apropos 404-Seiten: 404-Seiten haben auf die SEO dann schlechte Auswirkungen, wenn sie bei toten Links erscheinen. Eine optimal funktionierende Website enthält nur funktionsfähige Links, bei denen die Nutzer jederzeit das unter der aufgerufenen URL finden, was ihrer Suchintention entspricht. Klickt der Nutzer beispielsweise in einem Online-Shop auf eine Kategorieseite über Bohrmaschinen und es taucht eine 404-Seite auf, dann liegt ein Fehler vor. Dies hat sowohl für das Nutzererlebnis als auch die Suchmaschinenoptimierung negative Auswirkungen.

Anders sieht es mit einer speziellen 404-Seite aus, die man selbst einrichtet: Wenn Nutzer für eine Website URLs eingeben, die es nicht gibt, sollte eine 404-Seite erstellt sein. Diese dient dem Zweck, den Nutzer darauf hinzuweisen, dass die jeweilige URL nicht existiert. Ein Beispiel erklärt dies verständlicher:

Es existiert die Domain „DomainXYZ-Beispiel.net“. Nun gibt der Nutzer die URL „DomainXYZ-Beispiel.net/beispiele-fuer-produkte“ ein. Damit hofft er, auf eine Unterseite zu gelangen. Allerdings gibt es diese Unterseite nicht. In diesem Fall erscheint eine vorbereitete 404-Seite. Diese ist individuell gestaltet und hat den Vorteil, dass Website-Betreiber den Nutzern hier alternative Produkte vorschlagen können.

Kleines Zwischenfazit zum Thema URLs: Wenn Nutzer die Kategorien, Menüseiten, Links und anderen aufgeführten verlinkten Inhalte auf einer Website anklicken, sollten sie alle funktionieren und keine 404-Seiten auftauchen. Sollte der Nutzer hingegen selbst eine URL zu einer Website eingeben, die nicht existiert, lohnt sich eine spezielle und individuell gestaltete 404-Seite.

Google rät zur Erstellung einer benutzerdefinierten 404-Seite. Genannt werden dabei u. a. folgende Spielräume in der Gestaltung, die teilweise auch zu Vorteilen für die SEO beitragen:

  • Nutzern mitteilen, dass die Seite nicht gefunden werden konnte, und dabei freundlich sein.
  • 404-Seite von Design und Navigation her an die gesamte Website anpassen.
  • Interne Links platzieren, um zum Erkunden der Website einzuladen.
  • Sicherstellen, dass der Webserver einen 404-Statuscode ausgibt, um eine Indexierung der 404-Seite in den Suchergebnissen zu verhindern.

Um die bisherigen Inhalte zu den Arten von Weiterleitungen zusammenzufassen, hilft diese Grafik. Sie schildert Zusammenhänge und Unterschiede zwischen einzelnen Weiterleitungen. Als Ausgangsfrage bei der Entscheidung, welche Weiterleitung genutzt werden soll, gilt: Bietet die Zielseite, auf die weitergeleitet werden soll, gleichwertige Inhalte wie die ursprüngliche Webseite? Falls nein, dann wird über 404- oder 410-Weiterleitungen darauf hingewiesen. Es können dabei z. B. alternative Vorschläge für Webseiten gemacht werden. Bietet hingegen die Zielseite gleichwertige Inhalte wie die Ausgangsseite, so kommt bei dauerhaften URL-Änderungen die 301-Redirect zum Einsatz und bei vorübergehenden Weiterleitungen die 302-Redirect.

So gehen Sie vor

1

Weiterleitungstyp bestimmen

Klären Sie, ob eine dauerhafte oder vorübergehende Umleitung nötig ist – je nach Art der Weiterleitung unterscheiden sich die Funktionen.

2

Redirects einrichten

Richten Sie beispielsweise bei einer HTTPS-Umstellung unter den HTTP-URLs eine 301-Weiterleitung ein, die Nutzer und Suchmaschinen automatisiert zur HTTPS-URL bringt.

3

Bestehende Weiterleitungen prüfen

Kontrollieren Sie vorhandene Redirects regelmäßig, um Rankingverluste, Duplicate Content und Crawling-Probleme zu vermeiden.

Weiterleitungs-Checkliste

Bei Umzügen und URL-Änderungen 301-Weiterleitungen einrichten

HTTP-URLs dauerhaft auf HTTPS-Versionen umleiten

Tote Links durch Redirects beseitigen

Duplicate Content durch saubere Weiterleitungen vermeiden

Vorhandene Weiterleitungen regelmäßig prüfen

Einrichtungsmöglichkeiten einer Weiterleitung

Der beste Weg einer Einrichtung von Weiterleitungen ist über einen serverseitigen Befehl. Vorteilhaft ist dabei das hohe Maß an Kontrolle über die Weiterleitungen. Denn wer serverseitig Weiterleitungen einrichtet, kann diese als permanent oder kurzfristig definieren. Auch sind individuelle Gestaltungen der Weiterleitungen möglich, um damit das Nutzererlebnis zu verbessern.

Eine Methode der serverseitigen Weiterleitung ist über eine htaccess-Datei. Wie eine solche Einrichtung verläuft, hängt vom jeweils genutzten Webserver ab. Es wird bei den Servern zwischen Apache, Nginx und Windows/IIS unterschieden. Aufgrund der Einfachheit und um den Rahmen des Beitrags nicht zu sprengen, wird auf die Befehle bei Apache- und Nginx-Servern eingegangen.

Auf einem Apache-Server sieht die 301-Weiterleitung wie folgt aus:

Redirect 301 /alte-url/ https://www.domain.de/neue-url/

Auf einem Nginx-Server hingegen gestaltet sich eine 301-Weiterleitung so:

if ( $request_filename ~ alte-url/ ) {rewrite ^ https://neue-domain.de/neue-url/? permanent;}

Neben der Formulierung in einer htaccess-Datei kann die Weiterleitung auch im PHP-Script definiert werden. Dies würde dann für die Domain wie folgt aussehen:
Abgesehen von diesen serverseitigen Weiterleitungen ist die clientseitige Weiterleitung eine Option. Der Nachteil bei dieser Art der Umsetzung ist, dass kein Status-Code an die Crawler der Suchmaschinen ausgeliefert wird. Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet dies, dass über die Weiterleitung nicht informiert wird, was das Crawling verschlechtert. Die clientseitige Weiterleitung erfolgt über das HTML-Meta-Tag „refresh“ oder JavaScript.

Im Header wird eine HTML-Datei zur Weiterleitung erstellt, die das folgende Tag für eine Redirect beinhaltet:

<meta http-equiv="refresh" content="10; url=http://www.beispiel.de/">

Im JavaScript könnte der Redirect beispielsweise wie folgt aussehen:
Eine dritte Einrichtungsmöglichkeit für Weiterleitungen besteht in der Nutzung von Plugins. Das WordPress-Plugin „Redirection“ ist eines von vielen Plugin-Beispielen für das meistgenutzte CMS WordPress. Dieses Plugin hat sogar den Vorteil, dass es zusätzlich 404-Fehler anzeigt. Somit kann es zum Teil fürs Monitoring und die OnPage-SEO genutzt werden. In Bezug auf das Setzen von Weiterleitungen ist das Plugin deswegen beliebt, weil es in einem simplen Vorgang von wenigen Klicks die Weiterleitung umsetzt. Dabei werden die Einträge in der htaccess-Datei automatisch geändert, sodass die für die SEO beste serverseitige Weiterleitung vorliegt. Nachteil ist wie bei anderen Plugins die nicht mit jeder WordPress-Version vorhandene Kompatibilität. Ferner können durch verspätete Aktualisierungen Probleme auftreten.

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Prüfmöglichkeiten auf vorhandene Weiterleitungen

Um die vorhandenen Weiterleitungen auf Funktionsfähigkeit zu prüfen, sind SEO-Tools auf dem Markt verfügbar. Jedes professionelle SEO-Tool, wie z. B. von Sistrix, Xovi und ahrefs, sollte diese Funktion für die OnPage-SEO beinhalten und die Anzahl an Weiterleitungen mit deren Statuscodes aufführen.

Neben den kostenpflichtigen Tools existieren auch einige einfache Browser-Anwendungen. Hier können URLs eingegeben werden und es wird eingeblendet, welchen HTTPS-Statuscode diese haben.

Fazit

Die wichtigsten Weiterleitungen bei URL-Änderungen sind 301- und 302-Redirects. Existieren Inhalte unter einer URL nicht, so kommen entweder 404- oder 410-Weiterleitungen zum Einsatz. Andere Arten von Weiterleitungen erfordern mehr technisches Fachwissen oder sind im Einsatz beschränkt. Insgesamt verbessern Weiterleitungen, sofern sie richtig und in Weiterleitungsketten nicht mehr als vier Mal eingesetzt werden, das Nutzererlebnis und Crawling durch Suchmaschinen. Für eine möglichst hochqualitative, SEO-konforme und sichere Weiterleitung bietet sich die Einrichtung als serverseitige Redirect an. Nach der Einrichtung sollten alle vorhandenen Weiterleitungen dauerhaft beobachtet werden, um bei Fehlern sofort Gegenmaßnahmen ergreifen und negativen Einfluss auf die SEO verhindern zu können.

Häufige Fragen

Wozu dienen Weiterleitungen?

Eine Weiterleitung informiert Nutzer oder führt sie zu einer neuen URL. Vor allem bei Website-Umzügen und vorübergehenden oder dauerhaften URL-Änderungen vereinfachen Redirects es den Suchmaschinen-Algorithmen, die richtigen Inhalte zu finden und die Website zu crawlen.

Wann kommt eine 301-Weiterleitung zum Einsatz?

Die 301-Weiterleitung leitet Nutzer und Suchmaschinen dauerhaft auf eine andere URL weiter. Sie ist die wichtigste Redirection bei Umzügen, Relaunches, URL-Änderungen und etwa bei der Umstellung von HTTP auf HTTPS.

Welchen SEO-Nutzen haben Weiterleitungen?

Sie beseitigen und verhindern tote Links, vermeiden Duplicate Content, können auf Serverwartungen hinweisen, leiten Tracking-Links auf die Zielseite um und stellen die Website automatisiert auf die richtige Sprachversion um.

Jakob Friesen
Über den Autor
Jakob Friesen

Jakob Friesen ist Chief Customer Officer der ROCKET BACKLINKS GmbH und begleitet Kunden von der ersten Analyse bis zur laufenden Betreuung. Er schreibt über SEO, Linkbuilding und KI-Sichtbarkeit.

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