Yoast SEO Plugin 7.0 Bug verantwortlich für Rankingverluste?
Der Bug in Yoast SEO Plugin 7.0 führte dazu, dass Bild-URLs fälschlicherweise indexiert wurden, was bei vielen Websites zu „Thin Content“-Problemen und damit verbundenen Rankingverlusten führte, bis der Fehler behoben wurde.
Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Ein Bug in Yoast SEO 7.0 aktivierte ungewollt Anhangs-URLs, sodass für jedes Bild eine eigene Unterseite entstand.
- ✓ Google wertete die inhaltsleeren Bild-Seiten als Thin Content und strafte zahlreiche Webseiten mit Sichtbarkeitsverlusten ab.
- ✓ Der Fehler steckte seit dem 6. März 2018 im Plugin und betraf die Versionen 7.0 bis 7.0.2.
- ✓ Nutzer des Plugins sollten ihre Einstellungen prüfen, auch wenn laut Yoast nicht jede Installation betroffen war.
Yoast SEO Plugin 7.0 Bug verantwortlich für Rankingverluste?
Beim aktuellen Update des Yoast SEO Plugins wurde ein Bug behoben, der für Rankingverluste zahlreicher Webseiten verantwortlich sein soll.
Nach dem fehlerhaften Update wurden Anhangs-URLs aktiviert. Das bedeutet, dass für jedes in WordPress hochgeladene Bild in einem Beitrag eine zusätzliche Unterseite mit weiteren Informationen zu diesem Bild erstellt wurde.

Da dies unbeabsichtigt passierte, waren auf diesen Unterseiten keine weiteren Informationen enthalten, sondern lediglich das zugehörige Bild. Alle diese URLs fasste das Plugin in einer eignen Sektion in der XML Sitemap zusammen. Diese wurden daraufhin von Google eingelesen. Bei einer Vielzahl von Webseiten kam Google dann zum Entschluss, dass die Webseite viel zu viele “dünne Inhalte” (thin content) aufweist und daher abgestraft werden sollte.
Der Plugin-Erfinder, Joost de Valk, hat persönlich eine Entschuldigung veröffentlicht, in der er sich für die Umstände der betroffenen Webmaster entschuldigt. Diese waren von einer “Panda-Update”-ähnlichen Abstrafung betroffen und hatten daraufhin massive Einbrüche in der Sichtbarkeit bei Google.
Durch einen Fehler in den Versionen 7.0–7.0.2 wurden ungewollt Anhangs-URLs aktiviert: Für jedes hochgeladene Bild entstand eine eigene Unterseite ohne echten Inhalt, die über die XML-Sitemap von Google eingelesen wurde. Viele Websites wurden daraufhin wegen „Thin Content“ abgestraft und verloren deutlich an Sichtbarkeit; betroffen war aber nicht jede Installation.
Inhaltsverzeichnis
Der Bug war im Plugin seit 6. März 2018 vorhanden
Im Rahmen dieses Updates wurden die internen Einstellungen von Yoast SEO überarbeitet. Bei der Konvertierung einer alten Variable in eine neue kam es zum folgenschweren Fehler. Durch einen Bug im Quellcode wurde bei einigen WordPress Installationen während dem Update eine spezielle Einstellung falsch gespeichert.
Die Yoast SEO Entwickler äußerten sich folgendermaßen dazu:
“The bug was simple yet very painful: when you updated from an earlier version of Yoast SEO to Yoast SEO 7.0-7.0.2 (specifically those versions), we would not always correctly convert the setting you had for the old setting into the new one. We accidentally set the setting to ‘no’. Because we overwrote the old settings during the update, we could not revert this bug later on.”
In den folgenden Wochen konnten zahlreiche Nutzer des Plugins negative Veränderungen bei den Rankings ihrer Webseite erkennen.

Der Yoast-Bug im Überblick
Fehlerhafte Konvertierung
Bei der Umstellung einer alten Variable auf eine neue speicherte das Update die Einstellung bei einigen Installationen versehentlich falsch ab.
Leere Anhangs-Seiten
Für jedes Bild entstand eine Unterseite ohne Inhalt; das Plugin listete diese URLs in einer eigenen Sektion der XML-Sitemap, die Google einlas.
Thin-Content-Abstrafung
Google wertete die vielen dünnen Inhalte als Abstrafungsgrund – betroffene Webseiten erlitten massive Einbrüche in der Sichtbarkeit.
War jede Installation betroffen?
Laut der offiziellen Aussage von Yoast war nicht jeder Benutzer des Plugins betroffen. Sollten Sie das Yoast SEO Plugin auf ihrer WordPress Installation betreiben, raten wir Ihnen jedoch ausdrücklich dazu, Ihre aktuellen Plugin-Einstellungen zu Überprüfen.
Wichtig
Der Bug bestand seit dem 6. März 2018: Unbeabsichtigt aktivierte Anhangs-URLs führten dazu, dass Google zahlreiche Webseiten wegen „Thin Content“ abstrafte.
So gehen Sie vor
Betroffenheit prüfen
Kontrollieren Sie, ob Ihre Installation von einer früheren Version auf Yoast SEO 7.0 bis 7.0.2 aktualisiert wurde – nur bei diesen Versionen wurde die Einstellung falsch konvertiert.
Plugin aktualisieren
Installieren Sie das aktuelle Update des Plugins, mit dem der Bug behoben wurde.
Einstellungen und Sitemap kontrollieren
Prüfen Sie die Anhangs-URL-Einstellung und die XML-Sitemap, in der das Plugin die Bild-URLs in einer eigenen Sektion zusammengefasst hatte.
Rankings beobachten
Behalten Sie die Sichtbarkeit Ihrer Webseite im Blick, da betroffene Seiten von einer „Panda-Update“-ähnlichen Abstrafung mit massiven Einbrüchen betroffen waren.
Was sagt Google dazu?
John Mueller aus dem Google Team hat sich in einem Gespräch mit den Yoast SEO Entwicklern zu dieser Thematik geäußert. Er ist der Meinung, dass Webseiten im Normalfall nach dieser Fehlfunktion keine negativen Beeinflussungen beim Ranking erfahren sollten.
“Sites generally shouldn’t be negatively affected by something like this. We often index pages like that for normal sites, and they usually don’t show up in search. If they do show up for normal queries, usually that’s a sign that the site has other, bigger problems. Also, over the time you mentioned, there have been various reports on twitter & co about changes in rankings, so if sites are seeing changes, I’d imagine it’s more due to normal search changes than anything like this.”
Trotzdem haben zahlreiche Webseitenbetreiber wohl andere Erfahrungen gemacht:
Auch das vom Yoast SEO Team veröffentlichte Plugin spricht dafür, dass der Bug sich negativ auf das Ranking auswirken konnte:
Yoast-Bug-Checkliste
✓ Yoast SEO Plugin auf die aktuelle, fehlerbereinigte Version updaten
✓ Einstellung für Anhangs-URLs kontrollieren
✓ XML-Sitemap auf Bild-Unterseiten prüfen
✓ Indexierte Anhangs-URLs bei Google identifizieren
✓ Sichtbarkeit und Rankings auf Einbrüche beobachten
Wie sollten Sie weiter vorgehen?
Sie sollten prüfen, ob in Ihrer WordPress Installation aktuell Anhangs-URLs auf die Anhangs-Datei weitergeleitet werden. Die korrekte Einstellung können Sie im folgenden Screenshot erkennen.
Im Rahmen des fehlerhaften Updates kam es zu verschiedenen Fällen, von denen Sie betroffen sein können. Das hängt davon ab, mit welchen Einstellungen Ihre Webseite in der Vergangenheit betrieben wurde. Das Team von Yoast SEO hat dazu einen ausführlichen Blogbeitrag erstellt, in dem Sie bei Bedarf weitere Informationen zu diesem Sachverhalt finden können.
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Häufige Fragen
Was hat der Bug im Yoast SEO Plugin 7.0 verursacht?
Nach dem fehlerhaften Update wurden unbeabsichtigt Anhangs-URLs aktiviert: Für jedes hochgeladene Bild entstand eine eigene Unterseite ohne weitere Inhalte. Google wertete diese Seiten als „Thin Content“ und strafte viele Webseiten ab.
Seit wann bestand der Bug?
Der Bug war seit dem 6. März 2018 im Plugin vorhanden. Bei der Konvertierung einer alten Einstellung in eine neue wurde bei einigen WordPress-Installationen ein Wert versehentlich auf „no“ gesetzt und konnte später nicht mehr zurückgesetzt werden.
War jede Installation betroffen?
Nein, laut offizieller Aussage von Yoast war nicht jeder Benutzer betroffen. Der Fehler trat nur bei bestimmten Update-Konstellationen der Versionen 7.0 bis 7.0.2 auf.
Jakob Friesen ist Chief Customer Officer der ROCKET BACKLINKS GmbH und begleitet Kunden von der ersten Analyse bis zur laufenden Betreuung. Er schreibt über SEO, Linkbuilding und KI-Sichtbarkeit.
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