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Jakob Friesen
Jakob Friesen
SEO-Experte

NoFollow vs. DoFollow – Verteilung, Bedeutung & aktuelles Google-Update

Einleitung

Backlinks gehören seit den Anfängen von Google zu den stärksten Rankingfaktoren. Doch nicht jeder Link wird gleich bewertet. Spätestens mit Googles Einführung von NoFollow 2.0 hat sich die Rolle von Linkattributen grundlegend verändert. Für Websitebetreiber und SEO-Verantwortliche stellt sich daher die Frage:

Wie wichtig ist die Verteilung von NoFollow- und DoFollow-Links wirklich – und worauf kommt es heute tatsächlich an?

Dieser Beitrag liefert eine fundierte Einordnung auf Basis offizieller Google-Aussagen, etablierter SEO-Studien und praktischer Erfahrungswerte.

Grundverständnis: Was sind NoFollow- und DoFollow-Links?

DoFollow-Links – der klassische Vertrauensbeweis

Ein DoFollow-Link ist ein normaler HTML-Link ohne einschränkendes rel-Attribut. Er:

  • überträgt PageRank („Linkjuice“)
  • signalisiert Google eine redaktionelle Empfehlung
  • kann Rankings direkt beeinflussen

Google bestätigt weiterhin, dass Links ein zentrales Bewertungssignal bleiben

👉 DoFollow-Links sind nach wie vor der wichtigste Hebel im Offpage-SEO.

html-tag-dofollow

NoFollow-Links – von Anweisung zu Hinweis

Ein NoFollow-Link enthält rel=”nofollow” und signalisiert Google, dem Link nicht aktiv zu folgen. Seit 2019 gilt dieses Attribut jedoch nicht mehr als feste Anweisung, sondern als „Hint“.

Google selbst schreibt dazu:

„All link attributes are treated as hints about which links to consider or exclude.“

Das bedeutet:

  • Google kann NoFollow-Links ignorieren
  • kann sie aber auch in die Bewertung einbeziehen, wenn Kontext und Qualität passen
html-tag-nofollow

Warum ist die Verteilung im Backlinkprofil relevant?

Ein rein aus DoFollow-Links bestehendes Profil ist in der Praxis kaum realistisch. Google erwartet natürliche Muster, die auch NoFollow-Links beinhalten – etwa aus:

  • Social Media
  • Foren
  • Kommentaren
  • Presseportalen

John Mueller (Google) betont regelmäßig:

„The ratio of nofollow to follow links is not something we use for ranking.“

➡️ Nicht die Quote entscheidet, sondern die Glaubwürdigkeit des Gesamtprofils.

Wann-Do-Follow-Link-setzen-Themenrelvanz-Vertrauenswurdigkeit-solides-Linkprofil

NoFollow 2.0: Erweiterte Link-Attribute

Google führte 2019 zusätzliche Attribute ein, um Links besser zu klassifizieren.

Die neuen Attribute im Überblick

rel=”sponsored”

rel=”ugc”

  • für nutzergenerierte Inhalte
  • Foren, Kommentare, Community-Beiträge

rel=”nofollow”

  • für neutrale oder nicht empfohlene Verweise

Kombinationen sind erlaubt

<a href=”https://example.com” rel=”sponsored nofollow”>

Google empfiehlt diese Kennzeichnung ausdrücklich zur Einhaltung der Spam-Richtlinien

Skepsis in der SEO-Community

Viele SEOs äußerten Bedenken:

  • Angst vor „Selbstdenunziation“
  • Sorge vor algorithmischer Abwertung
  • Unsicherheit über die tatsächliche Gewichtung

Google stellt jedoch klar:

Qualitative Bewertung von Backlinks – wichtiger als Attribute

1. Thematische Relevanz

Google bewertet Links immer stärker im thematischen Kontext. Ein relevanter Link von einer passenden Website ist deutlich wertvoller als ein themenfremder High-Authority-Link.

Ahrefs bestätigt:

„Topical relevance often outweighs raw authority metrics.“

2. Positionierung auf der Seite

Links im:

  • redaktionellen Hauptinhalt
  • oberen Seitenbereich
  • sichtbaren Kontext

haben signifikant mehr Gewicht als Footer- oder Sidebar-Links

3. Linktext & semantischer Kontext

  • Natürlicher Anchor-Text
  • Unterstützender Text im Umfeld
  • Keine Keyword-Überoptimierung

Google nutzt den Kontext zur semantischen Einordnung

4. PageRank & Linkstärke

  • Hochwertige Seiten übertragen mehr Vertrauen
  • DoFollow maximiert den Effekt
  • NoFollow kann den Einfluss abschwächen, aber nicht vollständig eliminieren

Position von Experten & Rocket Backlinks

Google-Sicht (John Mueller)

  • Linkverteilung ist kein direkter Rankingfaktor
  • Qualität & Natürlichkeit stehen im Fokus
  • Manuelle Maßnahmen entstehen durch unnatürliche Muster, nicht durch einzelne NoFollow-Links

Unternehmenssicht (Rocket Backlinks)

Aus operativer SEO-Praxis:

  • DoFollow-Links treiben Rankings
  • NoFollow-Links erhöhen Reichweite, Markenvertrauen & Traffic
  • Ein natürliches Profil benötigt beide

➡️ DoFollow sollte dominieren, NoFollow gezielt ergänzen.

Aktuelle Best Practices für 2026

Einsatz der richtigen Attribute

  • sponsored für Werbung & Affiliate
  • ugc für Community-Content
  • nofollow für neutrale Verweise

➡️ Erhöht Compliance & langfristige Stabilität

Analyse & Monitoring

Empfohlene Tools:

  • Ahrefs
  • SEMrush
  • Majestic
  • Google Search Console

Ziel:

  • Linkverteilung überwachen
  • auffällige Muster erkennen
  • toxische Domains identifizieren

Disavow-Strategien

Google empfiehlt Disavow nur bei:

  • eindeutig schädlichen Links
  • manuellen Maßnahmen
  • DoFollow-Spam aus minderwertigen Domains

DoFollow-Dominanz – aber nicht 100 %

Bewährte Praxis:

  • DoFollow > 50 %
  • niemals ausschließlich DoFollow
  • Mischung aus:
    • DoFollow
    • NoFollow
    • UGC
    • Sponsored

SEMrush bestätigt diese natürliche Verteilung

Vertrauen durch Quellenvielfalt

Ein starkes Profil kombiniert:

  • Fachblogs
  • Branchenportale
  • News-Websites
  • Foren & Communities
  • Social Media

Thematische Nähe bleibt entscheidend.

Zusammenfassung & Empfehlungen

  • Die reine NoFollow/DoFollow-Verteilung ist kein Rankingfaktor
  • Qualität, Relevanz, Kontext & Platzierung sind entscheidend
  • Googles neue Attribute sollten korrekt eingesetzt werden
  • Regelmäßiges Monitoring ist Pflicht
  • DoFollow bleibt der Ranking-Treiber
  • NoFollow, UGC & Sponsored sorgen für Natürlichkeit und Vertrauen

Ein nachhaltiges Backlinkprofil entsteht nicht durch starre Quoten, sondern durch strategische Qualität, Transparenz und kontinuierliche Kontrolle.

FAQ-Block: Häufige Fragen zu NoFollow- und DoFollow-Links

Sind NoFollow-Links komplett wertlos für SEO?

Nein. NoFollow-Links übertragen in der Regel keinen klassischen PageRank, tragen jedoch zur Natürlichkeit eines Backlinkprofils bei. Seit Google NoFollow als „Hint“ behandelt, können solche Links in bestimmten Kontexten dennoch berücksichtigt werden – insbesondere bei hoher thematischer Relevanz oder starken Domains.

Wie hoch sollte der DoFollow-Anteil im Backlinkprofil sein?

In der Praxis hat sich ein DoFollow-Anteil von über 50 % als sinnvoll erwiesen. Ein ausschließlich aus DoFollow-Links bestehendes Profil wirkt jedoch unnatürlich und kann Risiken bergen. Eine ausgewogene Mischung mit NoFollow-, UGC- und Sponsored-Links signalisiert Google ein organisches Wachstum.

Müssen Affiliate- und Werbelinks immer als sponsored gekennzeichnet werden?

Ja. Google verlangt für bezahlte Links, Advertorials und Affiliate-Links die Kennzeichnung mit rel=”sponsored” (optional in Kombination mit nofollow). Dies dient der Transparenz und der Einhaltung der Google-Spam-Richtlinien.

Haben UGC-Links (z. B. aus Foren oder Kommentaren) einen SEO-Effekt?

UGC-Links werden von Google primär als Hinweis gewertet. In hochwertigen, moderierten Umfeldern können sie dennoch zur Bewertung beitragen und zusätzlich Traffic sowie Markenvertrauen erzeugen. Ihr Hauptnutzen liegt in der Profil-Natürlichkeit.

Kann ein falsches Linkattribut zu einer Google-Abstrafung führen?

Einzelne falsch gesetzte Attribute führen in der Regel nicht zu einer Abstrafung. Systematische Verstöße – etwa bezahlte DoFollow-Links ohne Kennzeichnung – können jedoch manuelle Maßnahmen nach sich ziehen. Korrekte Attributnutzung erhöht die langfristige Sicherheit.

Sollte man schädliche NoFollow-Links disavowen?

In den meisten Fällen nein. Google empfiehlt das Disavow-Tool primär bei eindeutig schädlichen DoFollow-Links oder bei bestehenden manuellen Maßnahmen. NoFollow-Links stellen in der Regel kein akutes Risiko dar.

Beeinflusst die NoFollow/DoFollow-Verteilung direkt das Ranking?

Nein. Google hat mehrfach bestätigt, dass die reine Verteilung kein direkter Rankingfaktor ist. Entscheidend sind Qualität, Relevanz, Kontext und Natürlichkeit des gesamten Backlinkprofils.

Quelle

Jakob Friesen
Jakob Friesen
SEO-Experte

Während seines Studiums beschäftigte sich Jakob Friesen früh mit Thematiken des Online Marketing im speziellem mit dem Bereich SEO und die damit eingehenden Funktionalitäten. Nach einem Kurs der Hochschule Aalen bewarb er sich daraufhin für das Praxissemester bei der Firma Webaufstieg, welche den Grundstein für seinen heutigen Drang nach der Suchmaschinenoptimierung legte. Nach dem erfolgreich abgeschlossen Praxissemester legte er den Wert auf die Erweiterung seiner Wissenstandes bei der ROCKET BACKLINKS GmbH, wo er nach seiner erfolgreichen Beendigung des B.Sc. Wirtschaftsinformatik im Unternehmen verblieb.
Mit seinen über die Jahren gesammelte Erfahrungen in verschiedenen SEO-Bereichen stärkt Jakob Friesen die ROCKET BACKLINKS GmbH in diesen Punkten und darüber hinaus ist er in der Entwicklung von unseren hauseigenen CRM und EIS zuständig.

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