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Jakob Friesen
Jakob Friesen
SEO-Experte

Das SEO-Jahr 2025: Updates und Entwicklungen bei Google und Einblicke in unsere Erfahrungen bei Rocket Backlinks

Das Jahr 2025 hat die Suchmaschinenlandschaft wieder einmal kräftig verändert. Google brachte neue Core Updates, startete seine KI-Antworten in Europa und stellte die Branche damit auf eine neue Probe. Das Ergebnis: Sichtbarkeit entsteht heute anders als noch vor einem Jahr. Qualität, Vertrauen und Nutzererfahrung zählen mehr als je zuvor. Gleichzeitig öffnet sich mit GEO, der sogenannten Generated Engine Optimization, ein neues Kapitel.

Dieser Rückblick zeigt, was sich 2025 wirklich bewegt hat, welche Updates für Aufsehen sorgten, wie sich SEO in Richtung GEO verschiebt, welche Trends bei Content und Technik entscheidend waren und welche Lehren sich daraus für 2026 ziehen lassen.

Google im Fokus: Wichtige Updates und technische Ereignisse 2025

Eines zeigte sich wieder ganz deutlich: Google bleibt in Bewegung. Gleich mehrere Updates sorgten für Diskussionen, Anpassungen und neue Strategien im SEO-Universum. Im Frühjahr startete das große Core Update, das viele Rankings kräftig durchmischte und bekannte Muster infrage stellte. Im Juni erfolge noch ein weiteres Update.

Im Sommer rückten die AI Overviews in Europa in den Mittelpunkt. Dieser Schritt veränderte das Suchverhalten und die Klickzahlen spürbar. Und im August folgte ein weiteres Spam Update, das erneut deutlich machte, wie ernst Google mittlerweile den Kampf gegen minderwertige Inhalte und künstlich aufgeblähte Backlinks nimmt.

März und Juni 2025: Zwei Updates mit deutlicher Botschaft

Kaum war der Jahreswechsel vorbei, setzte Google ein Ausrufezeichen. Das Core Update im März traf zahlreiche Branchen und veränderte die Sichtbarkeit vieler Seiten spürbar. Wer auf hochwertige Inhalte, klare Strukturen und nachvollziehbare Quellen setzte, konnte davon profitieren.

Seiten mit oberflächlichen Texten, wenig Mehrwert oder generischem KI-Content verloren hingegen deutlich an Boden. Besonders auffällig war, dass Google die Nutzerintention nun wesentlich stärker bewertete. Inhalte, die Fragen präzise beantworteten oder echten Nutzen boten, stiegen im Ranking sichtbar an.

Ende Juni folgte das nächste Core Update, und erneut kam Bewegung in die Suchergebnisse. Der Rollout dauerte ungewöhnlich lange und brachte für viele Seiten eine Art zweite Chance. Projekte, die nach dem März Update an Sichtbarkeit verloren hatten, konnten sich teilweise erholen. Allerdings nur dann, wenn sie ihre Inhalte überarbeitet und stärker an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet hatten. Gleichzeitig schärfte Google die Gewichtung technischer Faktoren und der allgemeinen Inhaltsqualität.

AI Overviews: Googles KI-Antworten starten in Europa

Im Frühjahr machte Google den nächsten großen Schritt und startete in insgesamt neun europäischen Ländern AI Overviews, also die mittlerweile bekannten KI-generierten Zusammenfassungen direkt bei den Suchergebnissen. Dazu zählen Deutschland, Österreich, Belgien, Schweiz, Italien, Polen, Portugal, Spanien und Irland.

Die Effekte waren deutlich spürbar. Erste Analysen berichten über eine sinkende Klickrate (CTR) bei klassischen Suchergebnissen, da die User zunehmend mit den KI-Zusammenfassungen zufrieden sind und nicht mehr unbedingt auf die verlinkten Seiten klicken.

Für Website-Betreiber bedeutet das, dass Sichtbarkeit alleine nicht mehr reicht. Die Inhalte müssen so aufbereitet sein, dass sie innerhalb der KI-Panels relevant erscheinen oder durch Zusatznutzen hervorstechen.

Gleichzeitig öffnen sich neue Wege. Google betont, dass durch die AI Overviews auch neue Traffic-Quellen entstehen können, wenn die Inhalte gut verlinkt sind und innerhalb der Zusammenfassungen referenziert werden.

Für die eigene Content-Strategie oder technische SEO heißt das, dass die eigene Seite in den „klassischen“ Ergebnislisten zwar noch rankt, aber die Klicks für alle, die diese neuen Gegebenheiten ignorieren, massiv einbrechen.

Spam im Fokus: Google entlarvt automatisierte Inhalte im August-Rollout

Im Spätsommer 2025 ließ Google mit dem Spam Update vom 26. August erneut aufhorchen. Der Rollout zog sich bis zum 22. September hin. Fast vier Wochen lang hielten starke Sichtbarkeitsschwankungen viele Webseitenbetreiber in Atem. Laut offiziellen Angaben war das Update global und betraf alle Sprachen.

Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die automatisiert generierten Inhalte in großem Stil und manipulierte Linkprofile, die das System „SpamBrain“ gezielt ins Visier nahm. Webseiten, die auf Masse statt Mehrwert gesetzt hatten, verloren deutlich an Boden. Gleichzeitig konnten Anbieter, die bereits Maßnahmen ergriffen hatten, wie etwa eine Bereinigung des Backlinkprofils oder eine qualitative Verbesserung der Inhalte, erste Stabilisierungsschritte erkennen.

Das Update verdeutlichte erneut, dass alle, die weiterhin auf fragwürdige SEO-Taktiken setzen, enorme Platzverluste riskieren. Andersherum bedeutet das aber auch, dass saubere Technik, echte Inhalte, nachvollziehbare Quellen und ein auf den Nutzer gerichteter Ansatz weiter an Gewicht gewinnen. Für die Praxis heißt das, dass jetzt nicht die Zeit für halbherzige Anpassungen ist, sondern für eine systematische Reinigung und eine konsequente Ausrichtung auf Themenkompetenz.

Für die eigene SEO-Strategie ist damit eindeutig, dass der Umgang mit Spam längst zur Daueraufgabe geworden ist.

Vom SEO zu GEO: Die nächste Evolutionsstufe

Wer heute etwas googelt, bekommt oft schon in der Übersicht eine fertige Antwort. Das verändert die Spielregeln für alle, die im Netz gefunden werden wollen. Statt sich nur auf klassische Rankings zu konzentrieren, geht es immer stärker darum, in den automatisch erzeugten Antwortfeldern von Google präsent zu sein. Dieses neue Feld nennt sich Generated Engine Optimization, kurz GEO.

Im Kern geht es darum, Inhalte so aufzubereiten, dass sie in den KI-generierten Zusammenfassungen auftauchen. Doch was bedeutet GEO in der Praxis? Wie reagieren Medienhäuser und Publisher auf die neuen KI-Antworten? Und welche Strategien helfen, Inhalte so zu gestalten, dass sie auch künftig sichtbar bleiben?

GEO Praxischeck: Wie Inhalte für KI-Antworten gebaut werden

In Zeiten, in denen Suchanfragen zunehmend direkt durch KI-Antworten bedient werden, muss der eigene Content anders gedacht werden. Statt wie bisher nur auf Keywords und klassische Rankings zu setzen, geht es nun darum, so aufgestellt zu sein, dass die Inhalte auch von Sprachmodellen verstanden, ausgewählt und zitiert werden.

Dabei geht es vor allem um die Snippet-Optimierung. Überschriften, Zusammenfassungen und FAQ-Formate sollten so klar formuliert sein, dass die KI die Kerninformation sofort erkennt. Gleichzeitig gewinnt Quellenvertrauen an Gewicht. Marken, Experten und Domains mit belegbarer Autorität werden häufiger als vertrauenswürdige Referenz herangezogen. Die Inhalte müssen als glaubwürdig erscheinen und eine nachprüfbare Herkunft haben.

Und schließlich zählt auch die semantische Klarheit. Strukturierte Daten, eindeutige Begrifflichkeiten und eine logisch aufgebaute Textstruktur helfen der Maschine, den Zusammenhang zu begreifen. Ohne diese drei Komponenten besteht das große Risiko, dass der Content schlicht ignoriert wird, selbst wenn er im klassischen Ranking gut performt. Für Content-Verantwortliche heißt das, dass beim Verfassen der Texte auch dieser Aspekt mitbedacht werden muss.

Publisher zwischen Sorge und Strategie

Seit dem Start der AI Overviews hat sich in vielen Redaktionen Unruhe breitgemacht. Zahlreiche Publisher beobachten, dass ihre Inhalte zwar in den KI-Zusammenfassungen auftauchen, der direkte Traffic auf ihre Seiten aber sinkt. Besonders Nachrichtenportale und Fachmedien klagen über spürbare Einbußen bei Klicks und Werbeeinnahmen. Der Vorwurf an Google lautet, dass journalistische Inhalte verwendet werden, um eigene Antworten zu generieren, jedoch ohne einen fairen Gegenwert dafür zu liefern.

Einige Häuser fordern deshalb klare Kennzeichnungen und bessere Verlinkungen innerhalb der Overviews. Andere versuchen, mit neuen Formaten zu reagieren. Auch auf Verbandsebene wird diskutiert, ob regulatorische Schritte nötig sind. Unterm Strich herrscht jedenfalls Einigkeit darüber, dass sich das Verhältnis zwischen Suchmaschine und Medienlandschaft neu sortieren wird und dass GEO künftig auch eine Frage der Fairness sein dürfte.

Taktiken für GEO: So gelingt der Einstieg in GEO-Optimierung

Wer künftig in den KI-Antworten von Google auftauchen will, muss seine Inhalte grundlegend anders aufbauen. Kurze Einleitungen oder Zusammenfassungen am Anfang helfen der KI, den Kern einer Seite zu erfassen. Auch Autorenprofile werden wichtiger. Nach Möglichkeit mit echten Namen, entsprechender Expertise und nachvollziehbaren Quellenangaben. Sie schaffen Vertrauen und erhöhen die Chance, als glaubwürdige Quelle in den AI Overviews aufzutauchen.

Ebenso wichtig sind strukturierte Daten. Sie bilden das Fundament, damit Google Inhalte richtig versteht. Markups für Artikel, Personen, Organisationen oder FAQs erleichtern der Suchmaschine die Einordnung.

Mittlerweile ist es keine technische Fleißarbeit, sondern Teil einer klaren Kommunikationsstrategie, die Informationen so zu präsentieren, dass sie maschinell lesbar und zugleich menschlich verständlich bleiben. GEO setzt also auf dieselben Werte wie gutes Schreiben, allerdings noch präziser, sauberer und nachvollziehbarer als bisher.

Content- und UX-Trends 2025: Was Qualität heute wirklich bedeutet

Qualität ist bei Google wieder zur härtesten Währung geworden. Bestraft wurden 2025 vor allem jene, die nur an der Oberfläche kratzen. Die Zeiten, in denen reine Keyword-Dichte oder Massenproduktion reichten, sind endgültig vorbei. Wer sichtbar bleiben will, braucht Inhalte, die halten, was sie versprechen.

Besonders wichtig werden drei Entwicklungen

  • Erstens rückt E-E-A-T noch stärker ins Zentrum, also die Kombination aus Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauen.
  • Zweitens zeigt sich, wie das „Helpful Content“-Prinzip mit echtem Nutzen und regelmäßiger Aktualisierung praktisch umgesetzt werden kann.
  • Und drittens werden UX-Signale wie etwa Verweildauer, Lesbarkeit und eine saubere Navigation wichtiger.

Genau diese Faktoren entscheiden zunehmend darüber, ob Inhalte nur gelesen oder wirklich gemocht werden.

E-E-A-T als Markenauftrag: Echte Autorenschaft statt Pseudonyme

Google misst Vertrauen inzwischen genauer als je zuvor. Inhalte, die klar einer Person zugeordnet sind und belegbare Erfahrung zeigen, werden klar bevorzugt. Die erforderliche Glaubwürdigkeit entsteht vor allem durch Transparenz: Wer schreibt? Mit welcher Kompetenz? Und woher stammen die Informationen? Die Unternehmen können darauf reagieren, indem sie ihre Autoren sichtbarer machen, fachliche Nachweise ergänzen und klare Quellen anführen.

E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness ) ist längst kein Fachbegriff mehr, sondern ein strategischer Leitfaden. Webseitenbetreiber, die das Prinzip ernst nehmen, bauen nicht nur Vertrauen bei Google auf, sondern auch bei ihrer Zielgruppe.

„Helpful Content“ in der Praxis: Wie Google echten Nutzen erkennt

Google ist inzwischen erstaunlich gut darin, den Unterschied zwischen Fülltext und echter Hilfe zu erkennen. Die Suchmaschine misst nicht nur, ob ein Text bestimmte Wörter enthält, sondern ob er die Frage des Nutzers wirklich beantwortet. Wer sein Thema umfassend behandelt, ohne zu schwafeln, wird als hilfreicher wahrgenommen.

Auch die Reaktionen der User auf den Content spielen dabei eine Rolle. Bleiben Leser auf der Seite, interagieren mit Inhalten oder teilen sie weiter, gilt das als positives Signal. Ebenso achtet Google darauf, ob Inhalte von Menschen stammen, die Ahnung vom Thema haben.

Google kann zwar nicht prüfen, ob jemand tatsächlich Expertin oder Experte ist, aber die Suchmaschine erkennt Muster. Sie analysiert, wie konsistent jemand über ein Thema schreibt, wie tief Inhalte gehen und ob sie mit anderen vertrauenswürdigen Quellen vernetzt sind. Wer regelmäßig kompetente Beiträge liefert, klare Begriffe verwendet und von seriösen Seiten erwähnt oder verlinkt wird, baut Autorität auf.

UX-Signale: Warum UX das neue Ranking-Signal ist

Google hat zudem längst verstanden, dass technisches SEO nur die halbe Wahrheit ist. Entscheidend ist immer noch, wie sich ein Text anfühlt. Ob er fließt, ob er hält, was die Überschrift verspricht, ob jemand weiterlesen will. Wenn Nutzer schnell abspringen oder sich durch endlose Blöcke quälen, wertet Google das als schlechtes Signal.

Lesbarkeit spielt dabei eine größere Rolle, als viele glauben. Es geht nicht um Designpreise, sondern viel mehr um Rhythmus, Struktur und Sprache. Kurze Absätze, klare Übergänge und eine Stimme, die nicht nach Maschine klingt, ist das, was bleibt. Gute UX fühlt sich leicht an, ohne dass der Leser sie bemerkt.

Genau deshalb verlieren KI-Texte ohne menschliche Eingriffe an Wirkung. Sie sind zwar oft korrekt, aber seelenlos mit dem immergleichen Satzbau, austauschbaren Formulierungen und ohne Taktgefühl. Google merkt, wenn Menschen beim Lesen aussteigen. Und das ist der Moment, in dem selbst der beste Algorithmus seine Geduld verliert.

Rankingfaktoren: Technik bleibt Pflicht, Barrierefreiheit bleibt unklar

Die technische Basis entscheidet oft darüber, ob Inhalte überhaupt eine Chance haben, sichtbar zu werden. Google verzeiht vieles, aber keine langsamen Seiten, fehlerhaften Strukturen oder überladenen Skripte. Wer technisch sauber arbeitet, verschafft sich einen Vorsprung, der sich kaum anders ausgleichen lässt.

Gleichzeitig bleibt das Thema Barrierefreiheit ein ungelöstes Versprechen. Zwar spricht Google immer wieder davon, dass barrierefreie Seiten langfristig profitieren sollen, doch ein klar messbarer Einfluss auf Rankings lässt sich bisher kaum belegen.

Core Web Vitals: Ladezeit, Stabilität und Interaktivität als unterschätzte Ranking-Booster

Mittlerweile sollte jeder SEO-Verantwortliche die Core Web Vitals im Schlaf aufzählen können.  Und trotzdem werden sie immer noch unterschätzt. Drei einfache Kennzahlen zeigen, wie sich eine Seite anfühlt. Der Largest Contentful Paint misst, wie schnell das Haupt-Element lädt, der Cumulative Layout Shift, ob Inhalte beim Laden verrutschen, und der Interaction to Next Paint, wie reaktionsschnell die Seite auf Klicks reagiert.

Für Google ist das keine Nebensache, sondern ein direktes Signal für die Nutzerfreundlichkeit. Wenn eine Seite zu langsam reagiert oder sich beim Scrollen verschiebt, gilt das als schlechtes Erlebnis. Und genau das will Google vermeiden.

Technisch starke Seiten verhalten sich wie gute Gastgeber. Sie lassen den Besucher nicht warten, sondern bieten klare Orientierung und halten auch das, was sie versprechen. Genau das unterscheidet solides Handwerk von schönem Schein im Netz.

Crawling- und Indexierungs-Hygiene: Ordnung im Maschinenraum

Die besten Inhalte bringen nichts, wenn Google sie nicht richtig erfassen kann. Eine saubere technische Struktur sorgt dafür, dass Bots verstehen, was wichtig ist, aber auch, was nicht. Klare Hierarchien, saubere URLs und eindeutige Canonicals verhindern, dass Inhalte doppelt auftauchen oder gar ignoriert werden.

Viele Probleme entstehen im Hintergrund durch blockierte Ressourcen, überflüssige Parameter oder Duplicate Content. Hier hilft nur systematische Kontrolle. Regelmäßige Logfile-Analysen zeigen, welche Seiten Google tatsächlich crawlt und wo der Bot ins Leere läuft. Wer diese Daten laufend auswertet, erkennt die Schwachstellen, bevor sie Rankings kosten.

Technisch aufgeräumte Seiten sind wie gut geplante Städte mit klaren Wegen, einer genauen Beschilderung und funktionierender Infrastruktur. Die Suchmaschinen müssen sich darin mühelos bewegen können.

Barrierefreiheit: Strategisch wichtig ist, als direkter Faktor aber weiter schwammig

Barrierefreiheit ist mit Sicherheit ein wichtiger Faktor für das Markenimage und die langfristige Qualität. Doch im Datenmaterial von 2025 fehlt die eindeutige Bestätigung, dass Barrierefreiheit tatsächlich ein gewichtiger Rankingfaktor bei Google geworden ist. Laut Aussagen von offiziellen Google-Verantwortlichen ist die sogenannte Accessibility kein direkter Rankingfaktor, weil die Messung schwierig ist.

Wer die Barrierefreiheit in der Praxis umsetzt, stärkt dennoch das Nutzererlebnis und potenziell auch indirekte Rankingfaktoren wie Engagement und Crawlability. Aber eine Garantie für Sichtbarkeit gibt es deshalb noch nicht. 2025 war also ein Jahr, in dem Barrierefreiheit mehr als strategisches Thema auf dem Wege zur Ranking-Relevanz agierte, aber noch nicht voll angekommen ist. Ignoriert sollte es deshalb trotzdem nicht werden.

Fazit: Die Lehren aus dem SEO-Jahr 2025

Das Jahr 2025 hat viele Gewissheiten und Gepflogenheiten auf den Kopf gestellt. SEO ist längst kein reines Zahlenspiel mehr. Sichtbarkeit entsteht heute dort, wo die Inhalte Vertrauen schaffen, die Technik funktioniert und die Strukturen an die neue Suchlogik angepasst sind. Aus dieser Entwicklung lassen sich vor allem drei Lehren ableiten:

#1 Fokus auf vertrauensbildenden Content

Der wichtigste Schritt ist, die eigene Glaubwürdigkeit systematisch auf- und auszubauen. Das gelingt am besten, wenn die Inhalte nicht nur korrekt, sondern erkennbar menschlich sind.

Autoren sollten sichtbar sein, Quellen nachvollziehbar und Aussagen transparent. Unternehmen, die ihre Expertise zeigen und offen kommunizieren, schaffen eine Grundlage, die kein Update erschüttert. Wer Vertrauen gewinnt, verliert kaum noch Rankings, selbst wenn sich die Algorithmen wieder ändern.

#2 GEO-Readiness herstellen

Die Suchmaschine antwortet zunehmend selbst. Genau hier liegt die neue Herausforderung. Unternehmen müssen ihre Inhalte so gestalten, dass sie in den KI-generierten Overviews auftauchen.

GEO-Readiness heißt, seine Inhalte so aufzubereiten, dass Google sie zitieren kann, ohne dass sie dabei ihren Wert verlieren. Dazu gehört auch, technische Markups zu nutzen und die Quellennennung aktiv zu fördern. Wer diesen Wandel früh versteht, bleibt sichtbar, selbst wenn der klassische Klick immer mehr verschwindet.

#3 Technik diszipliniert halten

Technik ist kein Hintergrundthema mehr, sondern das Fundament, auf dem alles andere steht. Langsame, fehlerhafte oder unübersichtliche Seiten zerstören jedes Vertrauen bei den Usern und bei Google.

Die technische Hygiene ist kein einmaliges Projekt, sondern gehört zur täglichen Routine. Wer seine Core Web Vitals und die Indexierung regelmäßig überprüft, spart sich später das mühsame Krisenmanagement, wenn die Platzierungen auf einmal ins Bodenlose fallen. SEO beginnt heute nicht mit der Definition von Keywords, sondern mit einer stabilen Plattform. Disziplin ist hier die Überlebensstrategie.

Wer diese drei Prinzipien verinnerlicht, wird unabhängig davon, welche Updates kommen, auch 2026 bestehen.

Ausblick auf 2026: Zwischen KI-Ernüchterung und neuer Echtheit

Im Oktober 2025 traf sich die SEO-Szene auf der Ahrefs Evolve SEO Conference in San Diego. Selten zuvor war die Stimmung so gemischt. Zwischen Aufbruch und Müdigkeit, zwischen KI-Euphorie und dem Wunsch nach echtem Content kristallisierte sich ein klares Bild heraus. 2026 wird kein Jahr der Experimente, sondern der Rückbesinnung.

Nach einer Phase technischer Überhitzung geht es nun langsam wieder um Inhalte mit Substanz und Marken mit Haltung. Die großen Schlagworte bleiben dieselben: Vertrauen, Struktur und Relevanz, doch ihr Gewicht verschiebt sich. Aus dieser Entwicklung lassen sich ein paar Trends ableiten, die das kommende Jahr prägen könnten:

#1 E-E-A-T wird endgültig zur Währung

2026 markiert den Wendepunkt: E-E-A-T ist längst kein Trend mehr, sondern der Maßstab, an dem Google den Faktor Glaubwürdigkeit misst. Nach Jahren des KI-Overkills zählt wieder, wer etwas erlebt, verstanden und eigenständig formuliert hat.

Auf der Ahrefs-Konferenz in San Diego waren sich die Experten einig, dass Erfahrung das „neue Gold“ ist. Google vertraut lieber einer ehrlichen Stimme mit nachvollziehbarem Hintergrund als einem perfekt optimierten Massenartikel. Damit rückt auch der Social Proof stärker in den Fokus. Bewertungen, Erwähnungen, Interviews oder Kooperationen werden zu noch wichtigeren Vertrauenssignalen.

2026 gewinnt, wer Persönlichkeit zeigt. Die Zeit der anonymen SEO-Fassaden ist vorbei. Google will Menschen sehen, nicht Maschinen.

#2 Markenstärke schlägt Keyword-Optimierung

Nicht mehr das beste Keyword entscheidet, sondern der Faktor Vertrauen. Google erkennt zunehmend, welche Marken Menschen wirklich kennen und suchen. Wenn die User eine Marke aktiv mit einem Thema verknüpfen, entsteht ein Effekt, den keine noch so perfekte Onpage-Optimierung erzeugen kann.

Deshalb verschiebt sich der Fokus. Die Sichtbarkeit entsteht dort, wo die Marken Präsenz zeigen, sei es in Podcasts, Fachbeiträgen, auf unterschiedlichen Social Media-Kanälen oder durch Kooperationen. Wer es schafft, dass sein Name automatisch mit einem Begriff verbunden wird, gewinnt Reichweite auf allen Ebenen. Die Keywords helfen weiterhin, aber die Markenbindung trägt die Strategie.

#3 Menschlicher Content gewinnt gegen KI

Nach der KI-Euphorie kehrt langsam Ernüchterung ein, denn die Flut an maschinell erzeugten Texten hat vieles gleichförmig gemacht. Diese leblosen Texte erkennt das Gehirn und klickt sie gleich wieder weg. Google reagiert darauf, indem es verstärkt Inhalte bevorzugen wird, die spürbar von Menschen stammen. Echtheit, Tonfall und eigene Perspektive werden zu wichtigen Rankingfaktoren.

Gute Texte entstehen nicht aus Prompts, sondern aus Erfahrung. Wer seine eigenen Geschichten erzählt, individuelle Beobachtungen einbaut oder selbsterstelltes Datenmaterial nutzt, hebt sich positiv von der Masse ab.

Die KI kann dabei selbstverständlich weiterhin unterstützen. Immer häufiger entsteht das Beste aus beiden Welten. Wir nennen das „Hybrid Texting“, wenn KI und Mensch gemeinsam schreiben, aber der Mensch entscheidet, was bleibt. Die Maschine liefert Ideen und Struktur und der Mensch fügt Haltung und Emotion hinzu. Erst dadurch bekommt der Text ein Herz.

#4 Video als Vertrauensverstärker

Bewegtbilder sind schon seit längerer Zeit ein Bonus, doch 2026 wird es zum Pflichtteil der Content-Strategie. Google erkennt immer besser, wie stark Videos zur Nutzerbindung beitragen, und bezieht diese Signale direkt in die Bewertung ein. Wer seine Themen zusätzlich in Videoform erzählt, stärkt seine Marke und gleichzeitig auch seine Position in der Suche. Auf der Ahrefs-Konferenz wurde deutlich, dass Videos, die in relevante Artikel eingebettet sind, die Verweildauer und das Vertrauen deutlich stärken. Also genau das, was Google misst.

Dabei geht es nicht um das perfekte Videostudio. Jeder hat ein Smartphone und sollte es nutzen. Mit modernen KI-Tools wie Wondershare oder Runway lassen sich heute Ergebnisse erzielen, die vor ein paar Jahren nicht einmal beim ZDF möglich gewesen wären. Authentizität schlägt Aufwand und echte Menschen schlagen jede Hochglanzkulisse. Wer das begreift, gibt seiner Marke nicht nur ein Gesicht, sondern auch eine Seele.

#5 Regulierung: Bürokratie trifft Realität

Zum Schluss wird es jetzt aber noch einmal bürokratisch und leider ziemlich ernst. Denn ab August 2026 greift der EU AI Act, und der betrifft nicht nur Tech-Konzerne, sondern auch alle, die mit KI-Tools Inhalte produzieren. Also auch SEO-Verantwortliche, Content-Teams und Agenturen.

Was das heißt? Jeder Text, jedes Bild, jedes Snippet, das mithilfe von KI entstanden oder bearbeitet wurde, muss künftig klar gekennzeichnet sein. Hinweise wie „Dieser Text wurde mit KI erstellt“ werden dadurch zum Standard. Außerdem müssen Datenbasis, Urheberrechte und verwendete Systeme dokumentiert werden. Verstöße werden mit bis zu 35 Millionen Euro Strafe oder sieben Prozent vom weltweiten Umsatz geahndet.

Das klingt wieder einmal nach jeder Menge EU-Bürokratie, ist aber auch eine Chance, denn wer sauber arbeitet, transparent bleibt und echten Mehrwert liefert, hebt sich automatisch ab. Wer schon jetzt damit beginnt, Ordnung in seine KI-Workflows zu bringen, wird später nicht zittern, sondern profitieren.

2025 war für Rocket Backlinks jedenfalls wieder einmal ein Jahr der Erkenntnisse. Wir haben gelernt, dass Stabilität kein Software-Feature ist, sondern eine Frage der Haltung. Auch 2026 wird mit Sicherheit kein leichtes Jahr für SEO-Verantwortliche, aber eines, in dem sich zeigt, wer Haltung hat. Wir bleiben bei dem, was wirklich wirkt: Authentische Inhalte, saubere Technik und das Vertrauen, dass Ehrlichkeit letztendlich auch im Algorithmus ankommt.

Quellen

Jakob Friesen
Jakob Friesen
SEO-Experte

Während seines Studiums beschäftigte sich Jakob Friesen früh mit Thematiken des Online Marketing im speziellem mit dem Bereich SEO und die damit eingehenden Funktionalitäten. Nach einem Kurs der Hochschule Aalen bewarb er sich daraufhin für das Praxissemester bei der Firma Webaufstieg, welche den Grundstein für seinen heutigen Drang nach der Suchmaschinenoptimierung legte. Nach dem erfolgreich abgeschlossen Praxissemester legte er den Wert auf die Erweiterung seiner Wissenstandes bei der ROCKET BACKLINKS GmbH, wo er nach seiner erfolgreichen Beendigung des B.Sc. Wirtschaftsinformatik im Unternehmen verblieb.
Mit seinen über die Jahren gesammelte Erfahrungen in verschiedenen SEO-Bereichen stärkt Jakob Friesen die ROCKET BACKLINKS GmbH in diesen Punkten und darüber hinaus ist er in der Entwicklung von unseren hauseigenen CRM und EIS zuständig.

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