Google Updates – alle Veränderungen seit 2009 im
Überblick.

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Wer sich das Erscheinungsbild von Google heute ansieht und es mit jenem von vor zehn Jahren vergleicht, wird wahrscheinlich schon auf den ersten Blick ein paar Veränderungen bemerken. Denn die Suchmaschine hat nach außen hin ihr Gesicht ein wenig verändert, vor allem in ihrem Inneren hat sie sich aber enorm weiterentwickelt.

Google hat sich zum Ziel gesetzt, für seine User das jeweils bestmögliche Suchergebnis zu liefern. Dazu ist es aber auch erforderlich, in regelmäßigen Abständen Updates durchzuführen. Doch welche Arten von Updates gibt es eigentlich und welche haben dabei in den letzten Jahren für die grundlegendsten Veränderungen gesorgt? Die Antworten darauf gibt es hier.

Welche Arten von Google Updates gibt es?

Wie oft Google ein Update durchführt, ist ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Manchmal lassen sich aber Mitarbeiter des Konzerns doch zu entsprechenden Angaben hinreißen. So gab beispielsweise Danny Sullivan an, dass im Jahr 2018 rund 3.200 Änderungen am Algorithmus vorgenommen wurden. Andere Mitarbeiter berichten hingegen von rund 600 kleinerer Änderungen, die durchschnittlich pro Jahr an der Suchmaschine vorgenommen werden.

Die verschiedenen Angaben dürften in erster Linie auf unterschiedliche Begriffsdefinitionen zurückzuführen sein. Denn oftmals werden die Begriffe „Google Update“ und „Data Refresh“ in denselben Topf geworfen. Doch während es sich bei einem Google Update laut Definition um eine tatsächliche Änderung des Google Algorithmus handelt, wird bei einem Data Refresh nur die Datenbasis aktualisiert. Deshalb haben die Updates auch eine wesentlich größere Auswirkung als ein Refresh.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei allerdings um Modifikationen, die dem „Normalverbraucher“ kaum auffallen. In den Medien ist in der Regel nur dann von den Updates zu lesen, wenn diese etwas umfangreicher ausfallen. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Arten von Updates unterschieden werden:

Wiederkehrende Updates

An erster Stelle stehen dabei die regelmäßigen und wiederkehrenden Updates, die vor allem dazu dienen sollen, die Suchergebnisse der User zu verbessern. Diese finden zwar auch nahezu täglich statt, berichtet wird darüber jedoch nur bei größeren Veränderungen.

Updates aus rechtlichen Gründen

Manchmal ist Google auch aus rechtlichen Gründen dazu gezwungen, entsprechende Veränderungen am Algorithmus vorzunehmen. Das war zum Beispiel im Jahr 2018 der Fall, als die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) in Kraft getreten ist.

Technische Updates

Oftmals handelt es sich bei den Updates auch einfach um eine Anpassung im technischen Bereich, um beispielsweise die Ladegeschwindigkeit der Seite zu erhöhen oder die Darstellung auf mobilen Geräten zu verbessern. Auch die SSL-Zertifikate haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle gespielt, da sie im Laufe der Zeit zu einem integralen Bestandteil der Websicherheit geworden sind.

Updates aufgrund von Black Hat SEO

Eine Vielzahl der Updates wird durchgeführt, um schwarzen Schafen Manipulationen in den Suchergebnissen so schwer wie möglich zu machen. Immer, wenn die Betreiber einen sogenannten Black Hat SEO Trick erkennen, der darauf abzielt, einem bestimmten Link innerhalb kürzester Zeit Linkpopularität zu verschaffen, wird eingegriffen. Der Algorithmus ist so im Laufe der Jahre immer besser darin geworden, Duplicate Content und Linkspamming eindeutig zu identifizieren. Vor allem das Panda Update und das Penguin Update haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle gespielt.

Was waren die wichtigsten Updates der letzten Jahre?

Einige der wichtigsten Google Updates werden auch immer wieder in entsprechenden Artikeln und Interviews erwähnt. Deshalb ist es wichtig, diese zumindest namentlich zu kennen und zu wissen, welche entscheidenden Veränderungen damit einhergingen. Hier sind die wichtigsten Updates von Google seit dem Jahr 2011 absteigend in chronologischer Reihenfolge:

Google Updates 2021

  • Core Update (November): Mit diesem Update bestätigte Google die Ankündigung von Danny Sullivan, künftig mehr Core Updates auszurollen. Die Auswirkungen waren sogar noch größer als beim Core Update im Juli.
  • Spam Update (Juni): Dieses Update mit nur geringen Auswirkungen hatte das primäre Ziel, Webseiten, die zum Teil mit Spam befüllt sind, aus den Suchergebnissen zu entfernen.
  • Core Update (Juni, Juli): Das Core Update wurde auf zwei Etappen ausgerollt.
  • Passage Ranking: Am 10. Februar wurde das Passage Ranking für US-englische Seiten in den Algorithmus integriert.

Google Updates 2020

  • Core Update (Dezember): Die Sichtbarkeit von Webseiten vieler unterschiedlicher Branchen wurde durch dieses Core Update stark verändert. Laut Berichten gehörten vor allem Wörterbücher und Lexika zu den großen Verlierern.
  • Subtopics Update (November): Dieses Update wurde eingespielt, damit der Algorithmus Unterthemen auf Webseiten besser verstehen kann. Dadurch sollte sich die Diversität in den Suchergebnissen erhöhen.
  • FAQ Update (Juli): Dieses Update wurde von Google nicht bestätigt. Viele User berichteten jedoch davon, dass unterschiedliche strukturierte Daten wie etwa das FAQ-Page-Markup nicht mehr so häufig wie früher in den Suchergebnissen ausgegeben werden.
  • Core Update (Mai): Bei diesem Update handelte es sich um eines der umfangreichsten der letzten Jahre. Vor allem Webseiten mit einem schwachen Backlinkprofil waren von den Änderungen stark betroffen. Die Suchintention von bestimmten Keywords wurde neu betrachtet.
  • Core Update (Januar): Von diesem Update waren vor allem Seiten mit sensiblen Inhalten, also die sogenannten YMYL-Anbieter, betroffen. Das führte zu großen Änderungen in den Top Ten der Suchergebnisse.

Google Updates 2019

  • BERT (Oktober): Bei BERT handelt es sich um eines der größten Updates von Google in der Geschichte. Die Abkürzung steht für „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“. Es war vor allem dazu gedacht, dass der Algorithmus den Kontext von Inhalten besser verstehen konnte. Vor allem komplexe Longtail-Suchanfragen sollten so wesentlich zielgenauere Ergebnisse liefern. Die klare Empfehlung von Google in diesem Zusammenhang lautete (zum wiederholten Male), seine Texte für die Zielgruppe und nicht für die Suchmaschine zu verfassen. Rund jeder zehnte Webseiten-Betreiber war von den Änderungen stark betroffen.
  • Core Update (September): Durch dieses Update gewannen vor allem Video-Inhalte stark an Bedeutung. YouTube hat dadurch enorm an Sichtbarkeit gewonnen.
  • Core Update (Juni): Das zweite Core Update des Jahres wurde von Google überraschenderweise bereits einige Wochen davor groß angekündigt. Es hatte unter anderem zur Folge, dass Videokarusselle verstärkt in den Suchergebnissen angezeigt werden. Vor allem die schwächeren News-Webseiten fielen durch dieses Update deutlich in den Suchergebnissen zurück.
  • Core Update (März): Beim ersten Core Update im Jahr 2019 konnten vor allem bei Suchanfragen mit medizinischen Begriffen große Änderungen in den Suchergebnissen festgestellt werden. Es ist somit als Folge zum Medic Update aus dem Jahr 2018 einzustufen.

Google Updates 2018

  • Medic Update (August): Dieses Update ist auch unter dem Namen E-A-T Update bekannt. Die Auswirkungen davon waren für viele Webseiten sehr groß. Der Fokus lag dabei auf E-A-T, also Expertise, Autorität (Authoritativeness) und Vertrauenswürdigkeit (Trustworthiness). Den Namen „Medic Update“ erhielt es von den Usern vor allem deshalb, weil Webseiten mit medizinischem Hintergrund stark davon betroffen waren. Wiesen die Inhalte nur wenig Expertise auf, so führte das zu einem deutlichen Rückfall in den Suchergebnissen.
  • Speed Update (Juli): Wie schon der Name vermuten lässt, konzentrierte sich dieses Update vor allem auf die Ladezeiten. Seit diesem Update gilt die Ladegeschwindigkeit auch bei mobilen Webseiten als Rankingfaktor. Betroffen von den Auswirkungen waren aber scheinbar nur jene Webseiten mit sehr schlechten Ladezeiten.
  • Videokarussell Update (Juni): Bei diesem Update erblickten die „Video Carousels“ das Licht der Welt bei der Desktop-Suche. Zu den großen Verlierern zählten deshalb Vimeo, aber auch Googles eigene Videoplattform „YouTube“.
  • Mobile First Index Rollout (März): Seit diesem Update gilt die „Mobile First“-Strategie von Google. Dabei wird die mobile Version einer Webseite höher bewertet als die Desktop-Version. Das Update hat sich lange abgezeichnet und war die Folge davon, dass mittlerweile die Mehrheit der Suchanfragen über mobile Geräte durchgeführt wird.
  • Core Update (März): Das Jahr 2018 begann mit einem Core Update, dass vor allem Webseiten mit hochwertigem und nutzerfreundlichem Content in den Suchergebnissen nach vorne brachte. Profitiert haben dabei vor allem jene Webseiten, die auch schon die Gewinner des letzten Core Updates waren.
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Google Updates 2017

  • Snippet Update (November): In diesem Update wurde die maximale Zeichenanzahl für die Metabeschreibung von 155 auf 300 Zeichen erweitert. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, denn bereits im Mai 2018 wurde sie wieder auf 160 Zeichen reduziert. Über die Gründe dafür machte Google keine näheren Angaben.
  • Chrome Security Update (Oktober): Nichts geht seit diesem Update ohne SSL-Verschlüsselung. Denn seit Oktober 2017 gibt Google eine Warnmeldung aus, wenn User mit dem Chrome-Browser eine Seite öffnen möchten, die keine HTTPS-Verschlüsselung nutzt.
  • Fred (März): Bei Fred handelt es sich um kein von Google bestätigtes Update. Der Name Fred stammt angeblich von Google-Mitarbeiter Gary Illyes und war nur als Scherz gedacht. Inhaltlich ging es vor allem darum, Webseiten mit einer hohen Anzahl an Werbebannern abzustrafen. Betroffen waren unter anderem jene Anbieter, die ihren Fokus auf die Umsatzgenerierung und nicht auf den Content legten.
  • Phantom V Update (Februar): Im Februar 2016 kam es zu starken Schwankungen in den Rankings. Das legt die Vermutung nahe, dass zu diesem Zeitpunkt ein entsprechendes Update von Google eingespielt wurde. Der Konzern hat das allerdings nicht bestätigt.
  • Interstitial Penalty (Januar): Bei diesem Update ging es vor allem Webseiten mit nervigen Pop-ups an den Kragen. Sie wurden von Google massiv abgestraft und fielen deshalb deutlich in den Suchergebnissen zurück.
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Google Updates 2016

  • Penguin 4.0 Update (September): Das insgesamt vierte Penguin Update zog sich über mehrere Wochen. Das Ziel dabei war es, Spam auf Webseiten in Echtzeit bewerten zu können. Dass Penguin daraufhin in den Kern-Algorithmus aufgenommen wurde, zeigt, dass die Mission von Erfolg gekrönt war.
  • Phantom IV Update (Mai): Das Update wurde zwar von Google bestätigt, die Inhalte wurden jedoch nicht genau definiert. Einer der bekanntesten Verlierer dieses Updates im deutschsprachigen Raum war vor allem das Preisvergleichsportal billiger.de. Die genauen Gründe dafür konnten jedoch nicht eruiert werden.
  • Mobile Update 2 (Mai): Bei diesem Update wurden Änderungen vorgenommen, die zum Ziel hatten, die User-Freundlichkeit für mobile Geräte zu erhöhen. Zu den Verlierern zählten deshalb vor allem jene Seiten, für die „Responsive Design“ zu diesem Zeitpunkt immer noch ein Fremdwort war.
  • Core Update (Januar): Bei diesem Update ging es vor allem um die Bewertung der Qualität der Webseiten. Zu den Gewinnern zählten all jene, die qualitativ hochwertigen Content anzubieten hatten. Entscheidend dafür war allerdings nicht die Menge, sondern vor allem die Suchintention der User.

Google Updates 2015

  • RankBrain Update (Oktober): Bei diesem Update wurden von Google erstmals selbstlernende Systeme in Form von künstlicher Intelligenz verwendet. RankBrain bewertet dabei anhand von Nutzersignalen die Relevanz einer Seite.
  • Panda 4.2 (Juli): Dieses Update wurde von Google zwar bestätigt und ist eine der vielen Anpassungen von Panda, insgesamt waren aber nur rund drei Prozent der Suchanfragen davon direkt betroffen.
  • The Quality Update (Mai): Dieses Update wurde gemacht, um die Qualität von Webseiten besser beurteilen zu können. Über die genauen Maßnahmen, die dabei durchgeführt wurden, gibt es von Google allerdings keine Auskunft.
  • Mobilegeddon (April): Wie der Name bereits vermuten lässt, war dieses Update vor allem dazu gedacht, die Wichtigkeit von Webseiten zu erhöhen, die eine hohe Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten aufweisen. Google kündigte dieses Update bereits Wochen vorher an und gab somit den Seitenbetreibern die Möglichkeit, sich entsprechend darauf vorzubereiten.
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Google Updates 2014

  • Penguin 3.0 (Oktober): Obwohl sich dieses Update über mehrere Wochen zog, betraf es nur rund ein Prozent der Suchanfragen. Interessant in diesem Zusammenhang war, dass Google bekanntgab, das Penguin Update von nun an ohne große vorherige Ankündigungen regelmäßig zu aktualisieren.
  • Panda 4.1 (September): Zu den Verlierern dieses Updates gehörten vor allem jene Webseitenbetreiber, die nur sehr kurzen oder qualitativ schlechten Inhalt zu bieten hatten. Insgesamt war davon rund jede 20. Suchanfrage betroffen.
  • HTTPS/SSL Update (August): Dieses Update gilt als Initialzündung für den heutigen Sicherheitsstandard. Denn erstmals wurde hier die HTTPS-Verschlüsselung zum Ranking-Faktor erhoben. Die Auswirkungen für Seiten ohne SSL-Zertifikat waren allerdings damals noch äußerst gering.
  • Panda 4.0 (Mai): Bei der vierten Ausgabe des Panda Updates wurden die Anforderungen an die Qualität der Inhalte noch einmal strenger. Rund 7,5 Prozent aller Suchanfragen in englischer Sprache waren von diesem Update betroffen. Neu dabei war vor allem, dass nicht nur schlechte Seiten abgestraft, sondern gute Seiten auch entsprechend belohnt wurden.
  • Payday Loan Algorithm Update 2.0 (Februar): Bei diesem Update ging es wieder einmal Seiten mit unseriösen und schlechten Inhalten an den Kragen. Betroffen waren vor allem Erotik- und Kreditseiten.
  • Page Layout Update (Februar): Das Ziel dieses Updates war die Reduzierung von Werbeanzeigen auf den Webseiten und somit eine Verbesserung der Nutzererfahrung. Betroffen davon waren vor allem die sogenannten „Above the Fold“-Werbeanzeigen, also jene Anzeigen, die nach dem Seitenaufruf auf dem Bildschirm angezeigt wurden und ohne scrollen zu sehen waren.
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Google Updates 2013

  • Penguin 2.1 (Oktober): Bei diesem Update wurden nur kleine Änderungen und Ergänzungen zum ursprünglichen Penguin Update vorgenommen. In den Suchergebnissen machte sich das Update kaum bemerkbar.
  • Hummingbird (August): Dieses Update hatte zum Ziel, Anfragen mit Longtail-Keywords noch stärker zu berücksichtigen. Der Suchalgorithmus wurde dafür in seinem Kern verändert. Das Update ermöglichte Google unter anderem, Beziehungen zwischen mehreren Suchanfragen herzustellen.
  • In-Depth Articles (August): Dieses Update brachte eine neue Darstellungsform von Suchergebnissen. Vor allem Artikel mit zeitlosen und hochwertigen Inhalten wurden in einem separaten Block dargestellt, der auf entsprechende Fachartikel zum Thema der Suchanfrage verweist.
  • Payday Loan (Juni): Bei diesem Update wurden Seiten mit unseriösen Inhalten wie etwa Erotik oder Glücksspiel abgestraft. Matt Cutts hat dieses Update am Tag der Einführung auf Twitter angekündigt.
  • Penguin 2.0 (Mai): Das zweite Penguin-Update gilt als eines der weitreichendsten Updates zum Thema Qualitätsverbesserung. Dabei ging es vor allem jenen Unternehmen an den Kragen, die über einen sehr langen Zeitraum künstliche Backlinks aufgebaut haben. Das Geschäftsmodell dieser Webseiten war damit nahezu von einem auf den anderen Tag nicht mehr funktionsfähig.
  • Phantom Update (Mai): Um den 9. Mai änderten sich die Suchergebnisse bei Google zum Teil dramatisch. Diese Änderungen kann im Grunde genommen nur ein umfangreiches Update bewirken, von Google gab es dazu allerdings nie eine offizielle Bestätigung. Gut möglich, dass es sich dabei um einen Testlauf für Penguin 2.0 gehandelt haben könnte.
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Google Updates 2012

  • Penguin (Oktober): Dabei handelt es sich nur um ein sehr kleines Update zum Thema Qualitätsverbesserung, von dem nur rund 0,3 Prozent der Suchanfragen betroffen waren.
  • Pirate Update (August): Bei diesem Update wurden Seiten mit Urheberrechtsverletzungen aus den Suchergebnissen entfernt. Zur Anwendung kam dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit der hauseigene „DMCA Takedown Request“. Mit dessen Hilfe konnten schon bisher entsprechende Inhalte an Google gemeldet werden.
  • Penguin (April): Das allererste Penguin Update zielte vor allem auf Keyword-Stuffing und andere unlautere SEO-Maßnahmen ab. Von diesem Update waren nur englischsprachige Seiten betroffen, in den darauffolgenden Monaten wurde es allerdings auch für andere Sprachen ausgerollt. Betroffen waren vor allem alle Seiten, deren Inhalte primär für Suchmaschinen und nicht für die Leser verfasst waren.
  • Venice (Februar): Bei diesem Update ging es darum, die Suchergebnisse verstärkt an den Standort der Suche anzupassen.

Search Your + World (Januar): Mit diesem Update sollte das hauseigene soziale Netzwerk Google+ entsprechend beworben werden. Google begann damit, die persönlichen Google+ Profile in den Suchergebnissen anzuzeigen. Wie man aus heutiger Sicht weiß, war das vergebliche Liebesmüh. Nach einer massiven Datenpanne im Jahr 2018 wurde der Dienst schließlich im April 2019 eingestellt.

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Google Updates 2011

  • Freshness Update (November): Bei diesem Update wurden vor allem jene Webseiten-Betreiber belohnt, die sich darum bemühten, die Inhalte auf ihrer Seite aktuell zu halten. Verlierer waren dabei ganz klar alte und verwaiste Seiten. Mehr als ein Drittel der Suchanfragen war von diesem Update betroffen.
  • Expanded Sitelinks Update (August): Im Rahmen dieses Updates wurden auch die Unterseiten von Webseiten zu den Suchergebnissen hinzugefügt. Das kam vor allem großen Seiten mit vielen themenrelevanten Unterseiten zugute.
  • Panda 2.4 (August): Dieses Update wurde im offiziellen Google-Blog angekündigt und gilt als eines der größten Updates, was die Verbesserung der Qualität betrifft. Webseiten, die keinen hochwertigen Content zu bieten hatten, fielen massiv in den Suchergebnissen zurück.
  • org Update (Juni): Dieses Update bedeutet die Geburtsstunde von „Rich Snippets“ in den Suchergebnissen. In einer gemeinsamen Aktion von Google, Yahoo und Microsoft sprachen sich die drei Unternehmen für die Verwendung von schema.org aus, um die Webseiten besser von ihren Crawlern auslesen lassen zu können.
  • Panda (Februar): Bei diesem Update handelt es sich um das erste aus der Panda-Reihe, dem noch viele weitere folgen sollten. Die Betreiber hatten dabei vor allem Webseiten mit wenig Inhalt sowie Seiten mit viel Werbung und Linkfarmen im Fokus. Das Ziel war es, diese nach Möglichkeit abzustrafen oder zum Teil sogar ganz aus den Suchergebnissen zu entfernen.

Wir haben einen ausführlichen Beitrag zum Thema Google Freshness Update erstellt.

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Caffeine - Juni 2010

Mit diesem Update wurde die Indexierungsarchitektur geändert. Ab sofort wurde die Indexierung von Webseiten in kleinen Portionen durchgeführt. Dabei werden mit dem neuen Algorithmus gut und weniger gut besuchte Webseiten / URLs unterschiedlich oft vom Google Crawler besucht. Dies wurde durchgeführt, damit News, Blogposts und andere Artikeländerungen schneller indexiert und in die Suchergebnisse integriert werden können.

Mayday Update - Mai 2010

Die Qualität bei den Keywords im Long Tail Bereich wurde durch dieses Update enorm erhöht. Zuvor waren zahlreiche Webseiten mit starken Backlink-Strukturen extrem gut in Google für Long Tail Keywords platziert, diese hatten aber überhaupt keine passenden Inhalte. Mit dem Update wurden vor allem kleine Webseiten mit wenigen Backlinks belohnt und diese konnten ab sofort die starken Seiten bei Long Tail Keywords überholen.

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Vince Update - 2009

Für das Keyword „Girokonto“ war keine einzige deutsche Bank mehr in den Suchergebnissen zu finden. Daher hat Google Marken ab sofort einen Bonus im Algorithmus verschaffen. Wenn oft „Sparkasse Girokonto“ gesucht wird, dann wird die Sparkasse nach und nach für „Girokonto“ besser gelistet, weil Google den Zusammenhang erkennt (Sichtbarkeit der Sparkasse zeigen Ende 2009 in Top 10 eingestiegen)

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Im Jahr 2010 hat Google 516 Updates durchgeführt. Das entspricht 2 Aktualisierungen pro Business-Tag. 2012 waren es bereits 665 Updates und über 70’000 Tests – Tendenz steigend.

Was können Webseiten-Inhaber und Webmaster bei einem Google Update machen?

Google Updates sind schon seit Einführung der Suchmaschine ein wichtiges Thema, das vor allem bei den Betroffenen sehr stark polarisiert. Dazu ist es wichtig, auch den historischen Hintergrund ein wenig zu kennen und zu verstehen:

Am Anfang war der PageRank

Rund zwei Jahre nach der Gründung erfanden die Betreiber den sogenannten PageRank. Dieser hatte die Aufgabe, die Qualität von Webseiten zu analysieren. Dieser war daraufhin auch in der Google Toolbar ersichtlich. Gedacht war das als Hilfe für die User, damit diese nachvollziehen können, ob eine Seite vertrauenswürdig ist und qualitativ hochwertige Inhalte bietet.

Diese Einführung war gleichzeitig auch die Geburtsstunde der SEO-Szene. Denn viele Experten begannen daraufhin, sich mit den Faktoren auseinanderzusetzen, die bei Google für einen guten PageRank verantwortlich sind. Daraufhin entwickelten sie entsprechende Maßnahmen, die den PageRank erhöhten. Diese beschränkten sich in den Anfangsjahren vor allem darauf, die Lücken des Systems auszunützen und Bugs zum eigenen Vorteil zu verwenden. Lange Zeit war deshalb beispielsweise Keyword Stuffing eine beliebte Methode, um den PageRank zu verbessern. Die Ergebnisse davon finden sich auch heute noch im Web in Form von nahezu unlesbaren Inhalten.

Für die Offpage-Optimierung sorgten hingegen vor allem Links in Linknetzwerken, die ausschließlich den Zweck hatten, den PageRank zu verbessern. Heutzutage ist der Einsatz dieser Netzwerke im Rahmen von SEO ein absolutes „NoGo“ und wird von Google auch mit entsprechend harten Strafen geahndet, weil es sich dabei um einen Verstoß gegen die Google Richtlinien handelt.

Der PageRank wird zwar schon seit langer Zeit nicht mehr bei Google angezeigt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er im Algorithmus keine Rolle mehr spielt. Im Jahr 2017 bestätigte das auch Google Mitarbeiter Gary Illyes bei einem entsprechenden Twitter-Eintrag. Gleichzeitig gab er aber auch an, dass Hunderte von anderen Signalen für das Ranking verantwortlich sind.

Schön und gut, doch was bedeutet das jetzt für Webseiten-Betreiber und Webmaster im Falle eines Google Updates? Ist in den Medien von einem Update zu lesen, sollte auf alle Fälle ein entsprechender Check der eigenen Webseite und der Änderungen in den Suchergebnissen durchgeführt werden:

Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten

Grundsätzlich gilt: Wer zum einen die vorgegebenen Spielregeln von Google einhält und sich zum anderen darauf konzentriert, qualitativ hochwertige Inhalte zu bieten, muss nicht befürchten, in den Google-Rankings in die Bedeutungslosigkeit abzustürzen.

Im Fachjargon ist in diesem Zusammenhang immer wieder von E-A-T die Rede. Das steht als Abkürzung für die englischen Begriffe Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um die Vorgaben, nach denen Evaluatoren die Sachkompetenz und die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite beurteilen.

Die Einhaltung der E-A-T-Vorgaben ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass man sich deshalb zurücklehnen und gleich gar nicht auf Updates reagieren sollte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, sich eine gute Strategie zu überlegen, in der die Änderungen entsprechende Berücksichtigung finden.

FAQ: Fragen und Antworten zum Thema Google Updates

Warum gibt es Google Updates?

Google hat die Intention, seinen Kunden stets das bestmögliche Suchergebnis bei einer entsprechenden Anfrage zu liefern.

Da zum einen die technische Entwicklung im Internet zügig vorangeht und zum anderen schwarze Schafe immer wieder versuchen, Bugs und Sicherheitslücken zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen, muss der Suchalgorithmus regelmäßig weiterentwickelt und an neue Ideen und Gegebenheiten angepasst werden.

Google hat beispielsweise auf die verstärkte Nutzung des Internets auf mobilen Geräten reagiert und im Rahmen der Strategie „Mobile First“ den Algorithmus so umgestaltet, dass dabei die Darstellung der Inhalte auf mobilen Geräten eine enorm wichtige Rolle spielt.

Was ist ein Core Update?

Der Begriff „Core Update“ wird von Google verwendet, wenn eine grundlegende Veränderung eingeführt wird. Im Gegensatz zu anderen Updates werden die Core Updates von Google zumeist schon im Vorfeld groß angekündigt.

Werden Google Updates angekündigt?

Danny Sullivan gilt als einer der renommiertesten Experten zum Thema SEO. Er hat knapp zwei Jahrzehnte lang das Portal Search Engine Land betrieben, das ausführlich über die Entwicklungen der SEO-Branche berichtet.

Damit nicht genug ist Sullivan seit dem Jahr 2017 in beratender Funktion für Google tätig. Laut seiner Auskunft sollen die Updates vom Unternehmen immer dann angekündigt werden, wenn sie eine spürbare Auswirkung haben. Die Sache hat allerdings einen entscheidenden Haken: „Spürbar“ wurde in diesem Zusammenhang nicht näher definiert und obliegt deshalb immer der subjektiven Bewertung des Konzerns.

Anders ausgedrückt: Grundsätzlich werden Google Updates angekündigt, davon ausgegangen kann allerdings nicht werden. Bei den angeblich 600 Updates pro Jahr erhält wohl nur ein sehr geringer Prozentsatz den Status „spürbar“.

Warum aktualisiert sich Google auf meinem Smartphone nicht automatisch?

Updates werden von Google automatisch in den Algorithmus eingespielt. Dabei ist es unerheblich, ob die Suchanfragen nach einem Update beispielsweise auf einem Desktop-PC, einem Tablet oder einem Smartphone durchgeführt werden.

Bei vielen mobilen Geräten aktualisiert sich allerdings Google Chrome nicht automatisch. Das hat zwar keine Auswirkungen auf die Veränderungen im Algorithmus von Google, doch möglicherweise werden dadurch ein paar wichtige Änderungen nicht wirksam, die vor allem die Sicherheit betreffen.

Um Google Chrome zu aktualisieren, sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Play Store App öffnen
  • Auf das Profilsymbol (rechts oben) klicken
  • „Apps und Geräte verwalten“ auswählen
  • Unter „Updates verfügbar“ nach Chrome suchen
  • Neben Chrome auf „Aktualisieren“ klicken

Fazit: Das Gute ist der Feind des Besseren

Eines kann man den Betreibern der erfolgreichsten Suchmaschine der Welt jedenfalls nicht vorwerfen: Tatenlosigkeit. Sie ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und entwickeln ihr Produkt regelmäßig weiter, um sich ihren Vorsprung vor der Konkurrenz nicht nur zu bewahren, sondern diesen sogar noch weiter auszubauen.

Dass das nicht immer im Sinne aller ist, lässt sich wohl kaum vermeiden. Doch grundsätzlich geht es Google nicht darum, irgendeine bestimmte Zielgruppe zu bevorzugen oder auszuschließen, sondern einfach, die allgemeine Qualität zu erhöhen und den Erfolg von unlauteren Methoden weitestgehend unmöglich zu machen.

Selbstverständlich handelt Google dabei auch im eigenen Interesse. Das ist dem Konzern kaum vorzuwerfen. Denn je besser die Suchergebnisse bei Google sind, desto häufiger wird die Suchmaschine auch von Kunden verwendet. Und desto höher sind auch die Werbeeinnahmen, die sich damit erzielen lassen.

Insgesamt handelt es sich dabei also um eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Wer bei Google sucht, der findet. Wer Informationen bietet, wird gefunden. Und wer die Plattform dafür zur Verfügung stellt, wird reich. Das nächste Update kommt bestimmt.

Der Schlüssel im SEO Bereich ist, über alle durchgeführten SEO-Maßnahmen Bescheid zu wissen.

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Jakob Friesen

Während seines Studiums beschäftigte sich Jakob Friesen früh mit Thematiken des Online Marketing im speziellem mit dem Bereich SEO und die damit eingehenden Funktionalitäten. Nach einem Kurs der Hochschule Aalen bewarb er sich daraufhin für das Praxissemester bei der Firma Webaufstieg, welche den Grundstein für seinen heutigen Drang nach der Suchmaschinenoptimierung legte. Nach dem erfolgreich abgeschlossen Praxissemester legte er den Wert auf die Erweiterung seiner Wissenstandes bei der ROCKET BACKLINKS GmbH, wo er nach seiner erfolgreichen Beendigung des B.Sc. Wirtschaftsinformatik im Unternehmen verblieb.
Mit seinen über die Jahren gesammelte Erfahrungen in verschiedenen SEO-Bereichen stärkt Jakob Friesen die ROCKET BACKLINKS GmbH in diesen Punkten und darüber hinaus ist er in der Entwicklung von unseren hauseigenen CRM und EIS zuständig.

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