Natürliche Verteilung von NoFollow- und DoFollow-Backlinks

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Vor einigen Jahren entstand das Gerücht, eine natürliche Verteilung von NoFollow- und DoFollow-Backlinks sei für das Management des Backlink-Profils ausreichend. Bei der Einschätzung, welche Verteilung der beiden Link-Attribute natürlich sei, sollten SEO-Tools helfen. Im Folgenden wird sich zeigen, dass die SEO-Tools zwar hilfreich sind, aber keineswegs ein sorgsames Backlink-Management ersetzen. Die natürliche Aufteilung zwischen NoFollow- und DoFollow-Backlinks allein reicht also nicht aus, um ein gutes Linkprofil zu erstellen und Abstrafungen durch den Google-Algorithmus zu verhindern. Zudem hat sich bei dem NoFollow-Attribut vieles geändert, wie die jüngsten Ankündigungen und Anpassungen von Google zeigen.

Die Grundlagen in Kürze: Über NoFollow und DoFollow, deren Einsatz und Expertenmeinungen zur Verteilung der Attribute

Wie wir in unserem Beitrag „Was bedeutet NoFollow und DoFollow?“ bereits ausführlich behandelt haben, sind NoFollow und DoFollow Attribute, die Links zugeordnet werden. Das NoFollow-Attribut gibt den Suchmaschinen-Algorithmen zu verstehen, dass die verlinkte Seite nicht gecrawlt werden soll. „Nicht folgen“ heißt es auf Deutsch und soll bewirken, dass die Inhalte auf der verlinkten Seite keinen negativen Einfluss auf die eigene Webseite und deren Ranking ausüben. Wann wäre ein negativer Einfluss möglich?

  • Links zu Foren, Kommentaren und anderen von Nutzern generierten Inhalten
  • unseriös gekaufte Links
  • thematisch nicht relevante Verlinkungen
  • Link auf Website mit minderwertiger Qualität oder Abstrafungen durch die Suchmaschinen-Algorithmen

Um zu verhindern, dass eine solche – in den Augen der Suchmaschinen-Algorithmen negative Verlinkung – der eigenen Webseite schadet, wird ein Nofollow-Attribut gesetzt. Dies geschieht im HTML-Code bei einer Verlinkung:

<a href=”https://das-ist-ein-beispiel.de” rel=”nofollow”>hier kommt der Linktext</a>

Mit dem NoFollow-Attribut wird zugleich kein Linkjuice an die verlinkte Seite weitergegeben.

Das DoFollow-Attribut muss nicht gesondert ausgewiesen werden. Ein Link, der nicht NoFollow ist, ist automatisch DoFollow. Dadurch crawlt der Suchmaschinen-Algorithmus den Inhalt und lässt ihn Einfluss auf die linkgebende Seite nehmen. Die verlinkte Seite erhält Linkjuice und profitiert im Ranking. Eingesetzt werden sollten DoFollows bei internen Verlinkungen. Bei externen Verlinkungen, also Backlinks, sollte bei gekauften Links nur dann von DoFollows Gebrauch gemacht werden, wenn Kunden entsprechend gezahlt haben und keine Risiken zu Abstrafungen bestehen. Es bestehen keine Risiken, sofern die verlinkten Seiten, die im weiteren Verlauf dieses Beitrags geschilderten Qualitätskriterien erfüllen.

Wie eine gute bzw. natürliche Verteilung zwischen DoFollow und NoFollow aussieht, wurde nicht final definiert. SEO-Tools geben diesbezüglich Einschätzungen ab und sind eine wertvolle Hilfe. Dass im Rahmen der Verteilung zwischen DoFollow und NoFollow die DoFollows den Großteil an Links ausmachen sollten, steht außer Frage. Diese lassen sich crawlen und strahlen Transparenz aus. Zudem führen die im Folgenden geschilderten Neuerungen dazu, dass die Sinnhaftigkeit der NoFollow-Attribute und deren Nutzen zunehmend komplexer werden.

Auffrischung: DoFollow und NoFollow

Seit letztem Jahr ist bekannt, dass Google auch die NoFollow-Attribute stärker in die Bewertung einer Webseite einbezieht. Dies trage laut Google zu einer höheren Qualität der Suchergebnisse bei. Wie stark der Suchmaschinen-Algorithmus das NoFollow in die Bewertung involviert, ist dabei unklar. Es lassen sich Rückschlüsse ziehen, dass NoFollow eine durchaus hohe Gewichtung erhält, denn passend zum NoFollow 2.0 wurden zwei neue NoFollow-Attribute eingeführt.

NoFollow 2.0: Veränderung im Bereich NoFollow durch neue Attribute

Seit diesem Jahr wird nicht mehr nur in NoFollow- und DoFollow-Attribute unterteilt. Google führte zwei neue Attribute für Links ein, die der genaueren Differenzierung dienen sollen. Bisher wurde für die davon betroffenen Links das Nofollow empfohlen. Vorrangig geht es hierbei um gesponserte Links sowie von Nutzern generierter Inhalt.

Insgesamt existieren nun folgende Nofollow-Attribute:

Attribut

rel-Wert

Einsatz bei…

Nutzen

Gesponsertrel=”sponsored”• bezahlten Links
• Werbung auf der verlinkten Seite
• Affiliate Links
Die Weitergabe von PageRanks wird verhindert. Dies wirkt sich positiv auf das Ranking der Webseite aus.
von Nutzern generierter Inhaltrel=”ugc”• Links, die zu von Nutzern erstellten Inhalten führen
• z. B. Forenbeiträgen und Kommentarseiten
Es wird erneut die Weitergabe von PageRanks verhindert. Zwar verhindert es keinen Spam, aber schützt die Website vor negativen Auswirkungen auf das Ranking bei qualitativ minderwertigen Kommentaren.
NoFollowrel=”nofollow”• verlinkte Seiten, auf die die anderen Attribute nicht zutreffen.
• Seiten, die vom Suchmaschinen-Algorithmus nicht gecrawlt werden sollen.
Der Nutzen ist derselbe wie bei den anderen beiden Attributen, nur weniger spezifisch. Das allgemeine NoFollow-Attribut ist in allen Fällen einsetzbar, wobei Google bei gesponserten und Links zu von Nutzern generierten Inhalten den Einsatz der beiden anderen Attribute empfiehlt.

Bei der Zuordnung eines Attributs ist auch die Kombination mehrerer Attribute möglich. Dies würde dann so aussehen, dass nach der Öffnung rel=“ die Attribute durch Leerzeichen getrennt aufgelistet würden. So entsteht beispielsweise bei einem gesponserten Link die mögliche Kombination rel=“sponsored nofollow“. Google wies früher darauf hin, dass der Algorithmus die verlinkten Seiten in der Regel nicht crawlt; in der Regel, denn sollten die Seiten auf Umwegen (z. B. Sitemaps oder Links von anderen Websites) durch den Algorithmus gefunden werden, dann crawlt der Algorithmus die Inhalte womöglich trotzdem. Heute bezieht Google die Seiten ins Crawling ein, wobei das Ausmaß unklar ist.

Webseitenbetreiber sind skeptisch

Viele Webseitenbetreiber sind nicht gewillt, von den beiden neuen Attributen für gesponserte und UGC-Links Gebrauch zu machen. Die Kritiker vermuten, dass Google sich dadurch die Arbeit vereinfachen möchte. Es hält sich die These, dass die NoFollow-Links aktuell vorteilhaft für Websites sind und Abstrafungen durch Google verhindern. Nun wolle Google zur besseren Erkennung von gesponserten und UGC-Links die Webseitenbetreiber zur Nutzung der beiden Attribute animieren. Damit würden sich aber die Betreiber „verraten“ und Abstrafungen riskieren, die bei NoFollow aller Voraussicht nach nicht auftreten würden. Kritiker gelangen zu dem Schluss, die beiden neuen Attribute seien nur für Google von Nutzen.

Aber auch ohne diese Skepsis ergibt sich eine Herausforderung für Webseitenbetreiber: Die bereits existierenden Links müssen angepasst werden, was bei umfassenden Websites einiges an Zeit erfordert.

NoFollow, DoFollow, Veränderungen beim NoFollow, die richtige Verteilung zwischen NoFollow und DoFollow – all dies sind zentrale Herausforderungen. Ein Stück weit muss jeder Webseitenbetreiber unter den vielen möglichen Reaktionen nun die Wahrheit selbst für sich herausfinden.

Fakt ist, dass das Risiko einer unnatürlichen Verteilung von Backlinks mit Abstrafungen für die eigene Website bei einer Übermacht der NoFollow-Backlinks nach wie vor gegeben ist. Daher zahlt sich ein Blick auf die Faktoren zur Bewertung von Backlinks aus. Dies offenbart wichtige qualitative Aspekte, die beim Aufbau des eigenen Backlink-Profils helfen. Es müssen zusätzlich zur bloßen Verteilung der Backlinks auch manuelle Maßnahmen ergriffen werden. Diesen manuellen Maßnahmen zum Management des Backlink-Profils gehören folgende an:

  • thematische Relevanz der Inhalte unter den Links
  • Position der Links auf der linkgebenden Seite
  • Linktext
  • PageRank der linkgebenden Seite

Wenn all diese Punkte beachtet werden, ist es höchstwahrscheinlich, dass – ob mit oder ohne eine Nutzung der neuen Attribute – das Backlink-Profil einer Website für die Suchmaschinen-Algorithmen ein überzeugendes Bild abgibt.

1. Thematische Relevanz

Thematische Relevanz setzt voraus, dass die Inhalte der verlinkten Seite zu den Inhalten der linkgebenden Seite passen. Eine Motorsport-Seite, die mit aller Macht einen Affiliate-Link zu einem Verkaufsportal für Bügeleisen integriert, obwohl es offensichtlich nicht zum Thema passt, wird bei einer Häufung dieser Links mit Abstrafungen durch den Algorithmus rechnen müssen. Anders verhält es sich bei einem Haushaltsratgeber, bei dem die Verlinkung zum Verkaufsportal für Bügeleisen thematisch vereinbar ist.

Die thematische Relevanz ist nicht nur für den Algorithmus von Bedeutung. In den Augen der Nutzer steigt das Ansehen der Website, falls sie hilfreiche Verlinkungen und Inhalte erhalten. Dies ist bei thematischer Relevanz am ehesten gewährleistet. Gute Websites werden unter Nutzern häufig weiterempfohlen, weswegen thematische Relevanz zugleich eine gute Werbung ist.

Links, die in Hauptbereichen von Webseiten platziert werden, bekommen meist eine höhere Gewichtung – dies ist nicht durch Google bestätigt, aber auch nicht widerlegt. Zahlreiche Webseitenbetreiber richten sich danach. Folglich heißt es, man solle Links im oberen Drittel der Webseite platzieren. Hier, wo die Absprungraten der Nutzer am geringsten sind und die Auseinandersetzung mit dem Inhalt die höchste ist, ist eine hohe Beachtung für die Links wahrscheinlich. Neben dem oberen Drittel werden auch auffällig gestaltete und klickstarke Bereiche einer Website als Hauptbereich eingestuft. Hier sind die Links am wirksamsten platziert. Dies bedeutet aber auch, dass qualitativ minderwertige Links an diesen Stellen maximal negativ wirken. Mit Kundenwünschen beim Linkkauf, wie z. B. der Platzierung des gekauften Links im oberen Drittel der Webseite, sollte daher vorsichtig vorgegangen werden.

3. Linktext

Während es bei internen Verlinkungen erlaubt ist, als Linktext (der Linktext ist der Ankertext und setzt sich aus den Worten zusammen, unter denen der Link gesetzt wird) nur das Hauptkeyword zu nutzen, wird bei Backlinks, die extern sind, meist zu Kombinationen aus mehreren Wörtern angeraten. Dabei darf der Linktext das Hauptkeyword enthalten, aber eben nicht nur dieses Hauptkeyword.

Zusätzlich zum Linktext fließt der umgebende Text des Links ins Bewertungsprofil ein. Falls dieser möglichst viele zum Linkinhalt passende Wörter aufweist, wird dies von den Suchmaschinen-Algorithmen allgemeinhin als gut bewertet.

4. PageRank der linkgebenden Seiten

Der PageRank ist für die linkgebende und verlinkte Seite wichtig. Er ist ein wesentlicher Faktor zur Bewertung des Rankings einer Website, in den mehrere Qualitätskriterien einfließen. Ein hoher PageRank ist meist gleichbedeutend mit einem hohen Ranking der Webseite.

Für die verlinkte Seite ist der PageRank der linkgebenden Seite wichtig, weil sie sich durch die Verlinkung einen Effekt erhofft. Der Betreiber möchte häufig sein Ranking durch den Backlink verbessern. Dies funktioniert am besten bei einem Link von einer Website mit hohem PageRank. Anders kann es bei gekauften Links verlaufen: Hier gibt es häufig Vereinbarungen, dass der Link zur Verhinderung von Abstrafungen auf Nofollow gesetzt wird, womit kein PageRank weitergegeben wird.

Für die linkgebende Seite ist der PageRank deswegen wichtig, weil er nicht beliebig an Seiten weitergegeben werden sollte. Eine Weitergabe des PageRanks bei gekauften Links oder Links zu Foren mit qualitativ minderwertigen User-Inhalten sowie Spam würde bedeuten, dass die Suchmaschinen-Algorithmen dies negativ in die Bewertung des Linkprofils der linkgebenden Seite einbeziehen würden. Dies hätte bei mehreren solcher Links Abstrafungen im Ranking zur Folge.

Allem voran der PageRank ist ein kompliziertes Konstrukt. Google hat hier in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Änderungen vorgenommen. Eine dieser Änderungen führte dazu, dass an Nofollow-Links zwar kein Linkjuice weitergegeben wird, aber die Nutzung des Nofollow-Attributs den Linkjuice bei den Dofollow-Links reduziert.

Es lohnt sich daher, um die Dofollow-Backlinks nicht zu schwächen, mit den Nofollow-Links sparsam umzugehen, womit wir wieder speziell beim Thema der natürlichen Verteilung von DoFollows und NoFollows angekommen sind: Die Angaben der SEO-Tools zu der Aufteilung von NoFollow- und DoFollow-Links sind immer zu berücksichtigen und als hilfreiche Orientierung zu nutzen. Zusätzlich sind die genannten Kriterien – Themenrelevanz, Linkpositionierung, Linktext und PageRank – aber noch wichtiger.

Expertenmeinung von anderen zur Verteilung

Die Expertenmeinungen zur Bedeutung der Verteilung von NoFollows und DoFollows sind sehr unterschiedlich. Der Google-Mitarbeiter John Müller kommentiert einen Hinweis zur Einschätzung der natürlichen Verteilung durch SEO-Tools über Twitter zum Beispiel schlichtweg mit: „Das ist nicht wahr.“ Es sei relevanter, neben der natürlichen Verteilung auch manuelle Maßnahmen einzubeziehen.

Den Eindruck, dass Google durch die neuen Link-Attribute vor allem sich selbst die Arbeit vereinfachen möchte, stärken derweil Berichte aus mehreren Jahren: Ahrefs verweist in einem Artikel auf die Ankündigung von Matt Cutts aus dem Jahr 2013, der bekanntgab, Google wolle nicht bezahlte, sondern verdiente Links belohnen. Es zeigt sich hierin, dass es eventuell tatsächlich nützlich ist, zunächst auf die Nutzung der neuen Link-Attribute zu verzichten, um Abstrafungen zu verhindern.

Die Geschäftsführer der ROCKET BACKLINKS GmbH meinen dazu: Ein natürliches Backlinkprofil enthält immer Nofollow-Links. Wer das nicht tut lebt mit seiner Website gefährlich. Wichtig ist zu wissen, dass Dofollow-Links das Ranking stärken und Nofollow-Links meistens die Sichtbarkeit. Nofollow sollte dabei aber eher sparsam eingesetzt werden.

Fazit

Im Bereich der NoFollow-Attribute hat sich in den letzten Jahren einiges bewegt. Die Änderungen ermöglichen eine spezielle Kenntlichmachung von gesponserten Links sowie Links, die zu von Nutzern generierten Inhalten führen. Ob von den neuen Attributen Gebrauch gemacht wird, ist Webseitenbetreibern selbst überlassen. Fakt ist, dass die NoFollow-Links nach wie vor wichtig bleiben. Auch wenn Google diese in die Bewertung einer Website stärker einbezieht, sind sie insgesamt ein gutes Mittel, um Links zu entkräften. Die DoFollow-Links müssen insgesamt in der Verteilung ein Übergewicht haben. Bei allen Link-Attributen ist auf die allgemeinen Qualitätskriterien für Links zu achten.

Jakob Friesen

Während seines Studiums beschäftigte sich Jakob Friesen früh mit Thematiken des Online Marketing im speziellem mit dem Bereich SEO und die damit eingehenden Funktionalitäten. Nach einem Kurs der Hochschule Aalen bewarb er sich daraufhin für das Praxissemester bei der Firma Webaufstieg, welche den Grundstein für seinen heutigen Drang nach der Suchmaschinenoptimierung legte. Nach dem erfolgreich abgeschlossen Praxissemester legte er den Wert auf die Erweiterung seiner Wissenstandes bei der ROCKET BACKLINKS GmbH, wo er nach seiner erfolgreichen Beendigung des B.Sc. Wirtschaftsinformatik im Unternehmen verblieb.
Mit seinen über die Jahren gesammelte Erfahrungen in verschiedenen SEO-Bereichen stärkt Jakob Friesen die ROCKET BACKLINKS GmbH in diesen Punkten und darüber hinaus ist er in der Entwicklung von unseren hauseigenen CRM und EIS zuständig.

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